Willkommen im Atarimuseum 

Wie entstand ATARI? Woher kam die Idee für die Mutter aller Spielkonsolen? Wer entwickelte die ersten Atari-Computer? Warum wären NES und AMIGA beinahe Atari-Produkte geworden, wurden dann aber die schärfsten Konkurrenten? Was steckt hinter der Legende von Alamogordo? Ist E.T. wirklich das schlechteste Videospiel aller Zeiten? Und was wurde aus Atari? Diesen und weiteren Fragen will ich hier nachgehen. Natürlich werden auch die Produkte von Pong bis Jaguar 2 und von 800 bis Falcon 040 selbst näher beleuchtet. Und es wird immer wieder Neues zu entdecken geben. Vorbeischauen lohnt sich also.

Wer auf der Suche nach Foren und Gleichgesinnten ist, dem seien hier noch folgende Links ans Herz gelegt:

Und nun viel Spaß beim Stöbern :-)


 Die letzten drei Änderungen

Alle Unterseiten zu den Jaguar-Spielen auf der → Spieleliste sind jetzt verfügbar (2. September 2018)

Der → Jaguar² hat ab sofort wieder eine eigene Seite (27. August 2018)

Die Seiten der → Jaguar-Konsole wurde komplett überarbeitet (27. August 2018)


 Die letzten drei Neuzugänge

Spielmodule Space Invaders (CX2632), Golf (CX2634) und Slot Racers (CX2606) für das Atari 2600 Video Computer System, jeweils in der Originalverpackung (4. September 2018)

Spielmodul Defender (CX5218) für das Atari 5200 System, komplett (11. Juli 2018)

Programmrekorder 410 (2. Version), originalverpackt in Bestzustand (2. Juli 2018)


 Was geschah im Oktober?

Syzygy Engineering
1971
Auf der Music & Amusement Machines Exhibition (MAME) in Chicago wird das Arcadespiel Computer Space durch David Ralstin, den Marketingleiter von Nutting Associates, erstmals vorgestellt. Alle vier Prototypen (gelb, weiß, rot und blau) sind vertreten.


Atari, Inc. & Kee Games, Inc.
1973
Atari Gotcha Kee Games eröffnet eine Produktionsstätte in Santa Clara und veröffentlicht das Arcadespiel Elimination!, Atari bringt die Arcadespiele Pong Doubles, Gotcha und Gotcha Color auf den Markt. Leslie Oliver, bislang bei Hewlett-Packard angestellt, wird neuer Chief Financial Officer (CFO) von Atari. Der Vorstand von Kee Games wird von drei auf sieben Personen erweitert. William Rombach, bisher bei der Precision Instrument Company, wechselt als Vice President Manufacturing zu Atari und ersetzt dort Ted Dabney, der nur noch seinen Posten im Atari-Vorstand wahrnimmt. Dabney gründet unterdessen die Syzygy Game Company und kauft die von Atari betriebenen Spielhallen in Orange und San Jose auf, außerdem mietet die Firma die Fabrikhalle an der 1600 Martin Avenue an. Hunter Electronics bringt in Australien das Arcadespiel Barrel Pong auf den Markt, das im Rest der Welt nicht veröffentlicht wird.

1974
Das Arcadespiel Pin-Pong wird veröffentlicht. John Burton Anderson kommt von der Unicorp als neuer Cash Manager zu Atari und ersetzt Ted Olson, der die Firma verlässt. Olson will sich der Syzygy Company widmen, deren übrigen Rechte er von Nolan Bushnell aufgekauft hat. Die Firma wird später als Spielhallenbetreiber Time Zone bekannt.

1975
Tele-Games Pong Trotz eines aktuell laufenden Verfahrens gegen Atari und Sears, bei dem Magnavox Urheberrechtsverletzungen in Sachen Pong beklagt, liefert die Kaufhauskette Sears die TV-Spielkonsole Pong erstmals zu einem Stückpreis von 99,95 Dollar aus. Auf der MOA 1975 in Chicago stellt Atari die Arcadespiele Shark JAWS, Steeplechase und Crash n' Score sowie unter der Marke Kee Games Jet Fighter vor. Die Nakamura Seisakusho Company kauft Atari Japan für 500.050 Dollar auf, die Marke soll aber weiterhin genutzt werden. Hidejuki Nakajima wird Executive Vice President der Atari Japan Corporation. Mit Tom Hodd wird der erste Spieleprogrammierer bei Atari angestellt. Die Boston Fidelity Venture Associates investieren 300.000 Dollar in Atari, dieser Deal wurde mit der Beraterfirma Capital Management unter Atari-Vorstandsmitglied Valentine ausgehandelt.

1976
WCI Logo Die WCI Games Inc., Tochtergesellschaft des Medienriesen Warner Communications, erwirbt am 1. Oktober alle Anteile an Atari für 28 Millionen Dollar, davon zwölf Millionen in bar. Die Atari, Inc. wird mit der WCI Games, Inc. am 4. Oktober verschmolzen, die neue Firma nimmt wiederum den Namen Atari, Inc. an. Der Markenname Atari wird am 12. Oktober unter der Registrierungsnummer 1.050.153 beim US-Patentamt eingetragen. Die Verwaltung zieht vom 14600 Winchester Boulevard in Los Gatos in das neue Gebäude 1265 Borregas Avenue in Sunnyvale um. Sue Elliott, bisher bei der Multi-National Corporation, wechselt als internationale Vertriebsleiterin zu Atari und ersetzt Ron Gordon, der die Firma verlässt. Edward Boasberg wird neuer Marketingkoordinator für die Pinball Division und David Stubben wird als weiterer Ingenieur angestellt. Die Spielkonsole Pong Doubles (Model C-160) erhält die FCC-Freigabe und die Upright-Version des Arcadespiels Night Driver kommt in die Spielhallen. In diesem Monat wird auch die Restaurant Operation Division unter der Leitung von Gene Landrum gegründet.

1977
Atari Rustica 160 Zahlreiche Neuerscheinungen sollen das Weihnachtsgeschäft des Jahres 1977 ankurbeln, so sind bei der Kaufhauskette Sears nun die TV-Spielkonsolen Tele-Games Speedway IV, Tele-Games Pong Sports II und Tele-Games Pong Sports IV zu haben, Atari bringt unter dem eigenen Label die Konsole Ultra Pong Doubles in den Handel. Auf der NAMA in Chicago stellt Atari den Vending Kiosk sowie das Arcadespiel Destroyer vor, auf der AMOA werden die Arcadespiele Canyon Bomber und Sprint 4 präsentiert. Auch personell gibt es ein paar Veränderungen: Douglas Neubauer wird als Chipdesigner eingestellt, Jim Huether wird neuer Spieleprogrammierer, John Hayashi ersetzt Fred Thompson als Leiter der Consumer-Grafikabteilung und Richard Simone wird Leiter der LSI-Testabteilung. Die Anteile an der Atari-Europe S.A. werden samt der Fabrik verkauft, die Firma in Europe Electronique S.A. umbenannt. Die Jukebox Rustica 160 wird unter der Marke Europe Electronique als Modell 60R neu veröffentlicht.

1978
Das Arcadespiel Atari Football wird veröffentlicht und die Kommunikationsgeräte Vidcom I und Vidcom II der Professional Products Division erstmals per Zeitungsanzeige beworben. Für das Video Computer System erscheinen die Spielmodule Hangman, Outlaw, Space War, Breakout, Home Run, Basketball, Flag Capture und Slot Racers. Paul Malloy wechselt von der NCR Corporation als Vice President Manufacturing zur Atari Consumer Division, er löst dort Loren Schoof ab, der die Firma verlässt.

1979
Das Personalkarussell dreht sich weiter: Steve Bristow wird neuer Vice President der Engineering Consumer & Home Computer Division und ersetzt John Ellis, der Atari verlässt. Niles Strohl wird neuer Leiter der Consumer Engineering Division und ersetzt Wade Tuma, der die Firma ebenfalls verlässt. Ellis und Tuma gründen gemeinsam 1980 die Compower Corporation. Noah Anglin ersetzt Bristow auf dessen bisherigem Posten als Vice President Engineering & Manufacturing, dieser wiederum wird durch Lyle Rains als Director of Engineering abgelöst. Dan van Elderen löst wiederum Rains als Electrical Engineering Supervisor/Manager ab.

1980
Atari VCS: Video Checkers Dick Needleman, bisher bei Atari Leisure Industries, wird neuer Regionalmanager für den Südosten der USA, Howard Rubin, bisher Regionalmanager an der Ostküste, wird Special Markets Manager und geht nach Sunnyvale. Auf Grund der neu gegründeten Personal Computer Division gibt es zahlreiche personelle Veränderungen: Conrad Jutson wird Vice President Planning für die gesamte Firma, Peter Rosenthal wird Marketingleiter der Personal Computer Division, Stephen Davis wird Produkt-Marketingleiter, Keith Schaefer nationaler Verkaufsleiter. Brenda Laurel, bisher bei The Authorship Resource, wird neue Managerin für Software, Strategie und Marketing, Tandy Trower wird Produktmanager der Personal Computer Division, Kevin McKinsey Leiter des Industrie- und Grafikdesign-Teams. Bill Kaiser wird Finanzdirektor der Personal Computer Division, Ken Balthasar wechselt als Berater von The Authorship Resource zu Atari, Jose Valdez wird neuer Entwicklungsingenieur. Für das Video Computer System erscheinen die Spielmodule Maze Craze, Video Checkers und Dodge 'em und auf der AMOA wird das Arcadespiel Battlezone erstmals vorgestellt.

1981
Atari Tempest Das Spiel Super Breakout erscheint für die Video Arcade Konsole von Sears. Das Warner Communications L.A. Lab R&D an der 3701 Oak Street in Burbank wird in Atari L.A. Lab umbenannt. Am 155 Moffett Park Drive in Sunnyvale wird das erste Regional Software Acquisition Center des ASAP (Atari Software Acquisition Program) in Betrieb genommen, am 292 Gibraltar Drive soll die neu gegründete Special Programs Development Group einziehen. Tandy Trower wechselt zu Microsoft, auch Howard Delman, Electrical Engineer Supervisor der Coin-Operated Division, verlässt Atari, ebenso Ed Rotbert und Roger Hector. Delman, Rotbert und Hector gründen später die Firma Videa Inc. Die irische Atari Holdings Limited gründet die Tochter Atari Far East Japan K.K., die sich um den Vertrieb der Consumerprodukte in Japan kümmern soll. Auf der Northeast Computer Show in Boston schauen am Atari-Stand auch Chefs und führende Mitarbeiter der Konkurrenz vorbei, darunter Bill Gates (Microsoft), Mike Markkula (Apple), H.E. James Finke (Commodore), Jon Shirley (Radio Shack) und Philip Estridge (IBM). Auf der AMOA wird mit Tempest das erste Arcadespiel mit farbiger Vektorgrafik veröffentlicht. In Westdeutschland und Berlin bringt die Atari Elektronik Vertriebsgesellschaft die Computer 400 – der prompt Computer des Jahres wird – und 800 auf den Markt, in Italien werden die Computermodelle von Adveico in den Handel gebracht. Die Atari Taiwan Manufacturing Corporation (ATMC) wird Ende des Monats gegründet und die ehemalige Fabrik der Sylvania-Philco Taiwan Corporation an der 31 Min-Chu Road in Tam-Shui aufgekauft. In der Zentrale gibt es unter dem Namen Z800 Elizabeth erste Pläne für einen Nachfolger zum 800.

1982
Atari 5200 Die Atari International (U.K.) zieht ins Intercity House an der Railway Terrace im südenglischen Slough nahe London um, das fortan Atari House genannt wird. Das amerikanische Verfassungsgericht weist die Revisionsklage von Philips in Sachen K.C. Munchkin ab, Philips darf damit das Pac-Man-ähnliche Spiel weiterhin nicht vertreiben. Zwei neue Konsolen kommen in diesem Monat auf den Markt: Zum einen die speziell für Sears entwickelte Konsole Video Arcade II im völlig neuen Design, zum anderen der schon lange erwartete Nachfolger zum VCS, das 5200 SuperSystem. Atari gibt bekannt, dass die internationale Computerproduktion aus Kostengründen nach Taiwan und Hong Kong verlegt werden soll, bei Atari-Wong werden dafür 300 neue Arbeiter eingestellt. Lediglich die Produkte für den heimischen Markt sollen vorerst weiterhin in den USA gefertigt werden. Für das nun Atari 2600 getaufte Video Computer System erscheinen die Spiele SwordQuest: EarthWorld, SwordQuest: FireWorld, RealSports Baseball und RealSports Volleyball, sie sind die ersten Spielmodule, die im neuen silber/roten Design veröffentlicht werden. Für die Konsole 5200 erscheinen zu Marktstart die Spiele Super Breakout, Galaxian, Missile Command, Space Invaders und Star Raiders. Der Computer 800 wird ab sofort nur noch in der höchsten Ausbaustufe mit 48 kB Arbeitsspeicher zum gleichbleibenden Preis von 899 Dollar angeboten, dafür sind nun das BASIC-Modul, das dazugehörige Referenzhandbuch und das Buch Atari BASIC nicht mehr im Lieferumfang enthalten. Atari Program Exchange (APX) zieht in den 3281 Scott Boulevard nach Santa Clara um, das Atari Software Acquisition Program (ASAP) wird aufgelöst und beide Häuser in Cambridge und Sunnyvale geschlossen. Am 28. Oktober wird die Atari Adventure Corporation gegründet. Der Zulieferer General Computer Corporation arbeitet derweil an einer eigenen Spielkonsole namens Spring.

1983
Atari 2600: Vanguard Das Modem 835 und der Briefdrucker 1027 kommen in den Handel, ebenso die 2600-Spiele Joust, Dig Dug, Vanguard und RealSports Baseball sowie der 2600 Trak Ball Controller (Model CX-22). Die Washington Post berichtet erstmals über einen geplanten IBM-kompatiblen Computer, der sich bei Atari in der Entwicklung befinden und auf der Winter CES im Januar 1984 vorgestellt werden soll. Die Vermarktung der eigentlich schon serienreifen Computer 1400XL und 1450XLD wird vorerst aufgeschoben, das Projekt Shakti, hinter dem sich der von der Washington Post angekündigte IBM-Kompatible Computer 1600XL verbirgt, von CEO Morgan komplett gestrichen. Am 26. Oktober werden im Parklane Hotel in New York die ersten Atarisoft-Titel für die Computer Apple II, TI-99/4A und IBM PC sowie die Spielkonsolen ColecoVision und Intellivision vorgestellt. Auf der AMOA stellt Atari die Arcadespiele NX-1 (unter Lizenz von Namco), Major Havoc und Firefox sowie das Umbaukit Pole Position II Enhancement Kit für Pole Position-Geräte vor. Die General Computer Corporation stellt den Grafikchip GCC-1702 vor, der das Herzstück der neuen Spielkonsole Maria werden soll.


Atari Corporation, Atari Games Corporation und Tengen, Inc.
1984
Manny Gerard, seit 1976 bei Warner Communications für Atari verantwortlich sowie Mitglied des Warner-Präsidiums und Co-COO, kündigt sein Ausscheiden aus der Firma an. In Santa Monica werden die Golem Labs gegründet, die das geschlossene Atari L.A. Lab ersetzen sollen. Atari Games stellt auf der AMOA die Arcadespiele Indiana Jones and the Temple of Doom, Marble Madness und Paperboy vor. Die bisherige PR-Chefin von Atari Deutschland, Renate Knüfer, wechselt zu Apple Deutschland. In Europa bringt Atari Games das von Sega lizenzierte Arcadespiel Crowns Golf auf den Markt.

1985
In München werden die neuen Computermodelle 260ST und 520ST+ erstmals vorgestellt, die den gerade erst erschienenen 520ST ersetzen sollen. Das Diskettenlaufwerk 1050 wird erneut veröffentlicht, der eigentlich geplante Nachfolger XF521 gestrichen. Atari Games bringt unterdessen die Vier-Spieler-Variante des Arcadespiels Gauntlet auf den Markt und die Atari Holdings löst die Atari Adventure Corporation auf.

1986
Mike Taylor, bisher bei Ryan-McFarland, wechselt als Vice President Sales zu Atari Games. Shane Breaks, Senior Vice President Sales, wird Verkaufsleiter in Europa für Atari Games und Namco, zusammen mit Marketingleiter David Smith.

1987
Atari kauft alle verügbaren Anteile an der 1970 gegründeten Elektromarkt-Kette The Federated Group für 64,1 Millionen Dollar in bar auf. Der bisherige Vorstand der Gruppe um CEO Wilfried Schwartz tritt eine Woche nach dem Kauf geschlossen zurück. Ebenfalls aufgekauft wird die Styra Semiconductor Corporation, deren Gründer Lynn Rees die Firma daraufhin verlässt. Nintendo of America versucht derweil, eine einstweilige Verfügung gegen Atari durchzudrücken, die Klage wird aber sowohl vom Bezirksgericht in New York als auch vom Bezirksgericht in San Jose abgewiesen. Nintendo beklagt sich darüber, dass Atari mit „hunderten Spielen“ für die XE-Serie wirbt, wo doch schon etliche Titel seit Jahren nicht mehr produziert werden.

1988
Jimmy Hotz und Mick Fleetwood gründen die Firma Hotz Instruments, deren Produkte unter der Federführung Ataris auf kommenden Musikmessen vorgestellt werden. Atari Games gründet die Tochter Tengen Japan, die Leitung der Firma übernimmt Kazuo Matsunaga. Die Warner-Tochter Atari Holdings übernimmt die 14,2 Millionen Aktien der Atari Corporation, die bisher von diversen Warner-Tochterfirmen, darunter AIL Holdings, AIL Ireland, Atari International (Hong Kong) sowie WEA Musik GmbH Neue Medien und Elektronikvertrieb, gehalten wurden und übergibt sie tags darauf an Warner Communications.

1989
Atari STE Die israelische Landesgesellschaft Atari Computers Limited wird gegründet. In Frankreich erscheint mit dem 520STE das weltweit erste Modell der neuen STE-Baureihe. Atari Games eröffnet die Atari Expo-Niederlassungen in Aiken und Fresno und das Arcadespiel Tournament Cyberball 2072 wird nun auch als Umbausatz für Cyberball-Geräte mit zwei Bildschirmen ausgeliefert.

1990
Die 1985 geschlossene Atari-Fabrik in Limerick wird für 1,8 Millionen Dollar an den Computerhersteller Dell verkauft, dort werden bis 2009 die Dell-Computer für den europäischen Markt produziert. Brad Fuller wird Leiter der Audio-Entwicklung bei Atari Games. Namco Operations stellt am 5. Oktober das Konzept der Cyber Station vor, sie soll die bisherigen Niederlassungen von Barrel of Fun, 2001, Funtasia und Atari Expo ersetzen. Der Umbausatz des Arcadespiels Race Drivin' für die Hard Drivin' Deluxe Cockpit-Geräte wird ausgeliefert.

1991
Atari ABC386 Die neue Generation der ABC-Serie wird auf der COMDEX vorgestellt, nachdem von der ersten ABC-Serie nur das Modell ABC286 veröffentlicht wurde. Mit den Desktopmodellen ABC386DX II und ABC386SX II sowie dem Notebook ABC N386SX will Atari abermals einen Start im Sektor der IBM-Kompatiblen Computer wagen. Unterdessen bringt die Atari Games-Tochter Tengen die Spiele Ms. Pac-Man und Pit-Fighter für die Konsolen Sega Genesis/Mega Drive und Sega MasterSystem, R.B.I. Baseball (erneut) für das Nintendo Entertainment System, Sega Genesis/Mega Drive und Sega MasterSystem und (ebenfalls erneut) Pac-Man für das Nintendo Entertainment System auf den Markt. Atari Games selbst veröffentlicht den JAMMA-Umbausatz des Arcadespiels Off the Wall. Der Spieleentwickler John Salwitz verlässt die Firma.

1992
Atari Deutschland-Zentrale in Schwalbach Die Atari Deutschland-Zentrale zieht von den Gebäuden an der Frankfurter Straße in Raunheim in das fertiggestellte Gebäude Am Kronberger Hang 2 in Schwalbach/Ts. um, deren Chef Alwin Stumpf wird zugleich Leiter von Atari Europe, verlässt aber nur eine Woche später die Firma und kehrt zu Commodore zurück. Er wird daraufhin durch Irma Obersteiner ersetzt, die nach der Übernahme Ataris durch die Tramiels schon einmal kurzzeitig das Deutschlandgeschäft leitete. Atari Games verkauft die US-Patente 3.793.483, 4.054.919, 4.045.789. 4.016.362, 4.102.532 und 4.116.444 an die Atari Corporation.

1993
Die australische Tochterfirma Atari Computers Pty. wird geschlossen. Atari Games veröffentlicht mit dem Showcase 33 ein neues universelles Gehäuse für Arcadespiele mit bis zu vier Spielern, zum Einsatz kommen dabei 33″-Röhrenbildschirme. Ed Logg, Game Designer und Entwickler, wechselt zu Electronic Arts.

1994
Der Spielwarenriese Toys'r'Us nimmt die Jaguar-Konsole ins Sortiment auf. Ende Oktober wird von Atari und Virtuality ein VR-Headset für den Jaguar angekündigt, die Markteinführung soll zum Weihnachtsgeschäft 1995 stattfinden.

1995
Atari ProController Unter dem Titel JagWire geht am 6. Oktober die allererste Atari-Homepage ans Netz, entwickelt wurde sie von Atomix. Für den Lynx Handheld gibt es mit Super Asteroids/Missile Command und Battlezone 2000 noch einmal zwei Veröffentlichungen aus dem Hause Atari, für die Jaguar-Konsole erscheinen der ProController, das Speichermodul Memory Track und das JagLink Interface. Time Warner Interactive stößt 6,6 Millionen Aktien der Atari Corporation ab und verringert seinen Anteil auf nun 13,67%. Ende des Monats neben auch die Ketten Radio Shack und Sears den Jaguar ins Sortiment auf. Der Atari-Vorstand beschließt unterdessen quasi das Ende des Jaguars – die Aktivitäten sollen sukzessive zurückgefahren werden, stattdessen will man sich auf den stark wachsenden PC-Markt konzentrieren. Auch bei Atari Games bahnt sich eine Restrukturierung an: Time Warner Interactive und WarnerActive gehen in der Firma Inscape auf. Atari Games und Time Warner Interactive (California) verschmelzen zur TWi Games Division, die fortan den Namen Time Warner Interactive trägt. Der Markenname Atari Games soll aber weiterhin für Arcadespiele genutzt werden. Unter der Marke Time Warner Interactive wird am 9. Oktober das Spiel Power Drive Rally für die Jaguar-Konsole veröffentlicht.

1996
Das Arcadespiel The NHLPA & NHL Present Wayne Gretzky's 3D Hockey kommt als Komplettgerät und als JAMMA-Umbausatz auf den Markt. Atari Games Ireland Limited wird in Namco Ireland Limited umbenannt, die dazugehörige, seit 1978 bestehende Fabrik in Tipperary Town von WMS Industries an Namco verkauft.

1997
Die Tochtergesellschaft K.K. Time Warner Interactive (Japan) wird geschlossen.

1998
Der Chiphersteller Cyrix Corporation vermeldet, dass Atari Games den MediaGX-Prozessor mit MMX-Befehlssatz in einem ihrer nächsten Arcadespiele namens Site 4 einsetzen will. Dieses Spiel kommt noch im selben Monat als Area 51: Site 4 als 39″ Showcase und 25″ Standardversion auf den Markt. Außerdem wird das Arcadespiel Gauntlet Legends als 39″ Deluxe Showcase und 27″ Standardversion verkauft.


Nachfolgefirmen
1997 – JTS Corporation
Richard Munday, European Financial Controller der Atari Division von JTS, verlässt die Firma. In der Folge wird die britische Tochter Atari Corp. (U.K.) geschlossen.

1999 – Atari Interactive, Inc. (Hasbro)
Für PC und PlayStation erscheinen die Spiele Pong, Missile Command und Q*bert, für die Dreamcast das Spiel Centipede, für die PlayStation Glover und für PCs Nerf ArenaBlast. Das bereits 1997 erschienene Spiel Frogger wird ab sofort unter dem Label von Atari Interactive ausgeliefert, eine Fortsetzung des Spiels für das Jahr 2000 angekündigt.

2000 – Atari Interactive, Inc. (Hasbro)
Als letztes Spiel unter der Marke Interactive aus dem Hause Hasbro erscheint Breakout für PC und PlayStation.

2001 – Atari Interactive, Inc. (Infogrames)
Als erste Neuentwicklungen seit 1996, die nicht auf klassischen Atari-Spielen basieren, erscheinen die Spiele MXRider und Splashdown für die PlayStation 2.

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Letzte Seitenaktualisierung: 30.9.2018
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