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Atari XL-Serie
Bereits 1981 wurde an Nachfolgern für die Computer 400 und 800 gearbeitet, die Modelle 600, 1000 und 1200 erschienen jedoch nicht am Markt. 1982 startete man einen neuen Anlauf und griff bei den Gehäusen auf die Designs der Serie 1200 zurück. Insgesamt wurde die XL-Serie nur 22 Monate gebaut – nämlich von März 1983 (Produktionsstart 1200 XL) bis Januar 1985 (Produktionsstopp 800 XL). Erstmals vorgestellt wurde die Serie mit dem 1200 XL am 13. Dezember 1982 in New York. Nachfolger wurden die Rechner der XE-Serie.

1200 XL „Sweet-16“
Der 1200 XL war als Nachfolger der Modelle 400 und 800 gedacht, zu denen er leider teilweise inkompatibel ist. Manche Programme, die auf einem Atari 400 oder 800 problemlos laufen, gehen auf dem 1200 XL gar nicht mehr. Dieser Computer besitzt kein eingebautes BASIC, außerdem wurde das bekannte Memopad weggelassen. Beim SIO-Anschluss fehlen auf Pin 10 die +12V, was ab diesem Modell die Regel wurde, und auf Pin 12 die +5V, was beim 1200 XL einzigartig ist. Aufgrund der Inkompatibilität wurde der 1200 XL nur drei Monate produziert und ausschließlich in Nordamerika verkauft, als Nachfolger kamen im Herbst 1983 die Modelle 600 XL und 800 XL auf den Markt. Gebaut wurden in dem kurzen Zeitraum, in dem der Rechner verkauft wurde, 105.000 Stück, davon 78.500 in den USA von März bis Mai und 26.500 in Taiwan von April bis Juni 1983.

Zu den Lampen L1 und L2:
Diese sind im Normalfall beide aus - sollten sie leuchten, dann bedeutet: Funktions- tasten
Atari 600 XL „Shirley“/„Surely“
Der Atari 600 XL war der indirekte Nachfolger für den Atari 400. In einem deutlich flacheren und kleineren Gehäuse, welches an das des Atari 600 angelehnt ist, kam er im Oktober 1983 für 199 Dollar auf den Markt. Auch der 600 XL beinhaltet nur 16 kB RAM, was selbst 1983 schon etwas knapp bemessen war. Den Speicher kann man aber mit dem 1984 erschienenen Modul 1064 auf 64 kB erweitern, durch Eigenbau-Maßnahmen ist auch deutlich mehr möglich. Späte Modelle wurden in Kanada auch mit 64 kB ausgeliefert. Der Atari 600 XL ist modulmäßig zu 100% kompatibel mit dem Atari 400, bei Disketten- und Kassetten-Software kann es wegen dem leicht geänderten Betriebssystem doch vereinzelt zu Schwierigkeiten kommen. Die amerikanische Version wurde ohne Monitorport ausgeliefert. Der 600 XL war der letzte 16kB-Heimcomputer von Atari, einen Nachfolger für ihn gab es nicht. Er wurde nach der Übernahme Ataris durch Tramel Technologies sofort eingestellt.

Atari 800 XL „Surely Plus“ / 800 XL-F „Rose“ / 800 XL-CR „Keri“
Der Atari 800 XL kam zeitgleich mit dem 600 XL im Oktober 1983 für 299 Dollar als indirekter Nachfolger für den Atari 800 auf den Markt. Er verfügt über einen Arbeitsspeicher von damals standardmäßigen 64 kB. Ebenso wie beim kleinen Bruder 600 XL wurde die Anzahl der Joystick-Ports von 4 auf 2 reduziert, der zweite Modulschacht, wie er beim Atari 800 vorhanden war und nur selten genutzt wurde, fiel ebenfalls weg. 1984 erhielt der XL noch einen Speicherverwaltungschip namens FREDDIE (interner Name: 800 XL-F, Codename „Rose“, diese Version wurde aber nur in Europa verkauft). Eine weitere geplante, aber nicht mehr realisierte Variante war der 800 XL-CR, der sehr kostengünstig produziert werden sollte (CR = Cost Reduced). Ein Teil des Entwurfs, nämlich die Zusammenfassung der Chips ANTIC und GTIA, wurde in der XE-Serie übernommen. Richtig gut verkaufte sich der 800 XL erst nach der Übernahme Ataris durch den Ex-Commodore-Chef Jack Tramiel im Jahr 1984. Kurz darauf wurden die Preise für die XL-Computer drastisch gesenkt. Nachfolger des 800 XL wurde der am 5. Januar 1985 auf der Winter CES in Las Vegas vorgestellte 65 XE, am gleichen Tag erfolgte das Produktionsende der XL-Serie. Durch einen hohen Produktionsvorlauf reichte der Vorrat an diesen Rechnern aber noch bis April 1986, ehe der 65 XE ausgeliefert wurde. Die Verkaufszahlen des 800 XL wurden im Dezember 1984 von Sigmund Hartmann auf 500.000 angegeben – zum Vergleich: Der C64 verkaufte sich 17 Millionen mal.

Vom 800 XL gibt es mehrere Versionen:
Nicht erschienene Modelle
Atari 850 XLD
Möglicherweise das Einstiegsmodell zur Profiserie. Technische Daten sind leider völlig unbekannt. Auf dem Budget-Meeting vom 20. Dezember 1983 war eine Veröffentlichung für das zweite Halbjahr 1984 geplant. Das Projekt wurde durch die Übernahme durch Tramel Technology im Sommer 1984 gestoppt.

Atari 1200 XLS
Wofür das „S“ im Namen steht, ist nicht bekannt. Das Modell wurde 1982 auf der Consumer Electronics Show ausgestellt. An der Rückseite sind bereits Aussparungen fŸr den Parallelbus sowie zwei Telefonbuchsen vorgesehen - was bedeuten kšnnte, dass dieser Prototyp die Vorstufe zum 1400 XL oder eine Mischung zwischen 1200 XL und 1400 XL darstellt. Im Gegensatz zum 1200 XL befindet sich der Modulschacht des 1200 XLS auf der Oberseite.

Atari 1400 XL
Das ist ein Prototyp der Profi-XL-Serie, die im Juni 1983 auf der Sommer-CES in Chicago vorgestellt wurde. Besonderheit: Der 1400 XL hat ein eingebautes 300-Baud-Modem (identisch mit dem 1030-Modem). Am 7. Juli 1983 wurde die weitere Entwicklung des 1400 XL zu Gunsten des 1450 XLD gestoppt.

Atari 1450 XLD „Dynasty“
Ein weiterer Vertreter der Profi-XL-Serie, der es fast zur Marktreife schaffte. Dieser wurde neben dem 1400 XL auf der Sommer-CES 1983 in Chicago und nochmals auf der Winter-CES 1984 in Las Vegas vorgestellt. Der 1450 XLD besitzt ein, in manchen Fällen zwei interne 5¼-Zoll-Diskettenlaufwerke (identisch mit der 1050-Station) und ein 300-Baud-Modem (identisch mit dem 1030 Modem). Verschiedenen Quellen zufolge befinden sich weltweit zwischen 20 und 300 Entwickler-Versionen im Umlauf, die Zahl konnte bisher nicht genau eingegrenzt werden. Angeblich soll Atari Ende 1983 fŸr Messezwecke 1200 XL-Computer in 1450 XLD-Gehäuse eingebaut und mit dem 1200 XL-Label versehen haben. Der Computer war wohl schon 1983 bereit für die Veröffentlichung, da bereits Prospekte dafür gedruckt wurden. Er wurde erst im Herbst 1983 durch CEO Morgan im Zuge der Neuausrichtung Ataris gestoppt und fiel schließ&lich dem radikalen Umbruch durch die Tramiels nach deren Übernahme zum Opfer, wobei er noch im Juni 1984 zur Veröffentlichung zu Weihnachten des Jahres angekündigt wurde.

Atari 1600 XL „Shatki“
Das Topmodell der XL-Serie: zwei Computer in einem Gehäuse. Der erste ist ein 800 XL, der zweite ein IBM-kompatibler PC auf 80186-Basis. Zusätzlich hat der Rechner ein eingebautes 300-Baud-Modem (identisch mit dem 1030) sowie zwei Diskettenlaufwerke und eine abgesetzte Tastatur. Der Computer war bereits im Prototypen-Status, als er vom neuen CEO James Morgan im Zuge der Neuausrichtung Ataris in Richtung Videospiele vorerst gestoppt wurde. Auf dem Budget-Meeting vom 20. Dezember 1983 war die Veröffentlichung des Rechners für 1985 geplant.

Atari 1850 XL „Lorraine“
Am 21. November 1983 unterschrieben Mike Albough (Atari) und David Morse (Amiga) einen Vertrag, der Atari berechtigte, das von Amiga als Spielkonsole entwickelte System „Lorraine“ zu nutzen und darauf einen Computer aufzubauen. Bereits im Mai des Jahres ging man bei Amiga an die Entwicklung des Lorraine. Mit dem später daraus entwickelten und 1985 erschienenen Commodore Amiga hat der Atari Lorraine jedoch nur äußerst wenig gemeinsam. Das Projekt wurde nach der Übernahme durch Tramel Technology und dem darauf folgenden gescheiterten Übernahmeversuch Amigas im Sommer 1984 gestoppt.

Technische Daten
  Atari 1200 XL Atari 600 XL Atari 800 XL Atari 850 XLD Atari 1200 XLS Atari 1400 XL Atari 1450 XLD Atari 1600 XL Atari 1850 XL
Prozessor MOS 6502C MOS 6502C MOS 6502C MOS 6502C MOS 6502C MOS 6502C MOS 6502C MOS 6502C + Intel 80186 Motorola 68000
Takt 1,77 MHz 1,77 MHz (NTSC)
1,79 MHz (PAL)
1,77 MHz (NTSC)
1,79 MHz (PAL)
1,77 MHz 1,77 MHz 1,77 MHz 1,77 MHz 1,77 MHz n/b
Arbeitsspeicher 64 kB
16 kB, letzte Modelle 64 kB
64 kB, letzte Modelle 128 kB
64 kB
64 kB
64 kB
64 kB
64 kB
128 kB
Festspeicher 16 kB 24 kB 24 kB 24 kB 24 kB 24 kB 24 kB 24 kB 64 kB
Grafikchip Atari ANTIC + Atari GTIA Atari ANTIC + Atari GTIA Atari ANTIC + Atari GTIA Atari ANTIC + Atari GTIA Atari ANTIC + Atari GTIA Atari ANTIC + Atari GTIA Atari ANTIC + Atari GTIA Atari ANTIC + Atari GTIA Blitter + DIP
Auflösungen 80×192
160×192
320×192
80×192
160×192
320×192
80×192
160×192
320×192
80×192
160×192
320×192
80×192
160×192
320×192
80×192
160×192
320×192
80×192
160×192
320×192
80×192
160×192
320×192
320×200, 6 Bit
640×200, 4 Bit
Farbpalette 256 256 256 256 256 256 256 256 4096
Soundchip Atari POKEY Atari POKEY Atari POKEY Atari POKEY Atari POKEY Atari POKEY Atari POKEY Atari POKEY n/b
Soundkanäle 4 PSG 4 PSG 4 PSG 4 PSG 4 PSG 4 PSG 4 PSG 4 PSG 8-Bit
Anschlüsse 1 SIO
TV
Monitor
2× Controller
Modulschacht
1 SIO
PBI
TV
Monitor
2× Controller
Modulschacht
1 SIO
PBI
TV
Monitor
2× Controller
Modulschacht
n/b 1 SIO
TV
2× Modem
Monitor
TV
2× Controller
Modulschacht
TV
Monitor
2× Modem
PBI
SIO
2× Controller
Modulschacht
TV
Monitor
2× Modem
PBI
SIO
2× Controller
Modulschacht
n/b n/b
Tastatur Schreibm.
57 Tasten + 11 Funktions- tasten
Schreibm.
57 Tasten + 5 Funktions- tasten
Schreibm.
57 Tasten + 5 Funktions- tasten
Schreibm.
57 Tasten + 11 Funktions- tasten
Schreibm.
57 Tasten + 11 Funktions- tasten
Schreibm.
57 Tasten + 11 Funktions- tasten
Schreibm.
57 Tasten + 11 Funktions- tasten
Schreibm.
57 Tasten + 11 Funktions- tasten, abgesetzt
Schreibm.
57 Tasten + 11 Funktions- tasten
Start Vorstellung 13. Dez. 1982
im Handel März 1983
Vorstellung Juni 1983
im Handel Oktober 1983
Vorstellung Juni 1983
im Handel Oktober 1983
Planung 1983 Vorstellung Juni 1982 Vorstellung Juni 1983 Vorstellung Juni 1983 Planung 1983 Planung 1983
Stopp Produktion Juni 1983 Produktion Juli 1984 Produktion 5. Januar 1985
Auslieferung April 1986
Juli 1984 1983 7. Juli 1983 Juli 1984 Juli 1984 Juli 1984
Vorgänger Atari 400, Atari 800 Atari 1200 XL, Atari 400 Atari 1200 XL, Atari 800 Atari 1200 XLS
Nachfolger Atari 600 XL, Atari 800 XL Atari 65 XE Atari 1400 XL Commodore Amiga 1000

Bildergalerie

Atari 600 XL (September 1983–Juli 1984) mit Modul RX 8052 „Moon Patrol“

Bild: Marcin Wichary
Atari 600 XL, orangefarbener Prototyp

Bild © The Atari Historical Society
Atari 800 XL (September 1983–Januar 1985) Atari 1200 XL (März–Juni 1983), Vertrieb nur in Nordamerika
Atari 1200 XLS Prototyp (1982)

Bild © The Atari Historical Society
Atari 1400 XL (1983)

Bild mit freundlicher Genehmigung von Computer History
Prototypen von 1027 (oben), CX-80, 1400 XL, 1030 (Mitte) und 600 XL (unten)

Bild © The Atari Historical Society
Atari 1450 XLD (1983)
Atari 1600 XL (1984), Variante 1

Bild © The Atari Historical Society
Atari 1600 XL (1984), Variante 2

Bild © The Atari Historical Society
Anschlüsse des 600 XL Anschlüsse des 800 XL
Anschlüsse des 1200 XL Anschlüsse des 1400 XL Anschlüsse des 1450 XLD Mainboard des 600 XL
Mainboard C061851 (Atari 800 XL) Mainboard C060585 (Atari 1200 XL) Startbildschirm BASIC Memo Pad
Atari 1010 Kassettenlaufwerk

Hersteller: Sanyo, Chelco
Übertragungsrate 600 bps
4 Spuren
1 Datenkanal
1 Audiokanal
Anschluss über SIO, Port durchgeschleift
ca. 100 kB/Kassette
Vorstellung Dezember 1982
Einstellung Juli 1984

Es existieren zwei Versionen der 1010: Bei der von Sanyo gebauten Variante folgt die Stoptaste auf die Pausetaste, bei der von Chelco gebauten (oben abgebildet) ist es umgekehrt.
Atari 1050 Diskettenstation

Format 5¼-Zoll einseitig
40 Sektoren
Spurdichte 18 Sektoren/Spur (Modus 1) bzw. 26 Sektoren/Spur (Modus 2)
182 Bytes/Sektor
Kapazität 90 bzw. 130 kB/Diskette
Übertragungsrate 19,2 kB/s
Motordrehzahl 288 U/min
Anschluss über SIO
ausgeliefert mit DOS 2.0S (1983), DOS 3 (1983-85) oder DOS 2.5 (1985-88)
Vorstellung Juni 1983
Einstellung 1988

Atari 1055 Diskettenstation

Format 3½ Zoll, einseitig
vorgestellt 1983

An Diskettenstationen sollten außerdem erscheinen (alle um 1983/84):
Atari 1053: 5¼" doppelseitig
Atari 1056
Atari 1057: Syquest, 3,9"
Atari 1058: Low-Cost-Laufwerk
Atari 1020 Vierfarb-Stiftplotter

hergestellt von Oric (= Oric MCP 40, Commodore 1520 und Tandy/Radio Shack CGP-115)
vier Farben
Anschluss über SIO
vorgestellt Dezember 1982
Einstellung Juni 1984
Atari 1025 Nadeldrucker

hergestellt von Okidata (= Okidata Microline 80)
80 Zeichen/Zeile
Einzelblatt- und Endloseinzug
Anschluss über SIO
vorgestellt Dezember 1982
eingestellt Juli 1984
Atari 1027 Typenwalzendrucker

hergestellt von Mannesmann Tally (= Mannesmann Tally Riteman LQ)
80 Zeichen/Zeile
Einzelblatteinzug
Anschluss über SIO
vorgestellt Juni 1983
eingestellt Juli 1984
Atari 1027 plus Typenraddrucker

Prototyp, ca. 1983
Atari 1029 Nadeldrucker

hergestellt von Seikosha
baugleich mit Commodore MPS 801
80 Zeichen/Zeile
Einzelblatt- und Endloseinzug
Anschluss über SIO
angekündigt durch Atari Frankreich im April 1985
eingestellt 1988

Der Atari 1029 ist die einzige XL-Hardware, die erst nach der Übernahme durch die Tramiels erschien.
Atari 1030 Modem

hergestellt von Racal-Vadic
Geschwindigkeit 300 baud
Anschluss über SIO
vorgestellt Juni 1983
im Handel Oktober 1983
eingestellt Juli 1984

Es war außerdem noch ein weiteres Modem mit 1200 baud unter der Modellnummer Atari 1035 geplant.
Atari CP/M Add-On (Modell 1060)

Betriebssystem
Anschluss über SIO

Bild © The Atari Historical Society
Atari 1064

Speichererweiterung für das PBI des 600 XL, dieser wird dadurch auf 64 kB Arbeitsspeicher aufgerüstet
Atari 1064

dunkler Prototyp

Bild © The Atari Historical Society
Atari 1090 XL Expansion System

Steckkarten-Erweiterungssystem (1983), kam nicht in den Handel

Bild mit freundlicher Genehmigung von Computer History
Atari Joystick (Modell CX-40)

mit silbernem Kranz, dieser ist so auf der Originalverpackung der XL-Computer zu sehen.
Atari Light Pen (Modell CX-75)

vorgestellt im Juni 1983
eingestellt im Juli 1984

Bild © The Atari Historical Society
Atari Touch Tablet (Modell CX-77)

vorgestellt im Juni 1983
eingestellt im Juli 1984
Atari Trak-Ball (Modell CX-80)

vorgestellt im Juni 1983
eingestellt im Juli 1984
Atari Bionic
Atari Healthcare Systems


Bionic wurde Anfang der 1980er Jahre entwickelt. Es kann über einen gewissen Zeitraum Daten, z. B. vom EKG, speichern und auswerten - zum Vergleich muss Bionic an einen Atari XL-Computer angeschlossen werden. Atari konnte oder wollte zu dieser Zeit kein Geld für erforderliche Tests zur Freigabe investieren - diese Freigabe-Tests sind aber nötig, um ein medizinisches Gerät zuzulassen.

Bild © The Atari Historical Society
Atari Vidcom I
Atari Healthcare Systems


Das Vidcom I – Vidcom steht für Video Communications Device – wird mit 6 Volt / 1.2 mA betrieben und verfügt über einen NiCD-Akku sowie einen eingebauten Lautsprecher. Es besitzt zudem einen Anschluss für ein Telefon. Die Einheit hat 23 Tasten:
  • Fine (Es geht mir gut)
  • Drink (Ich möchte was trinken)
  • Eat (Ich möchte was essen)
  • Full (Ich bin satt)
  • Hot (Mir ist heiß)
  • Cold (Mir ist kalt)
  • Phone (Ich möchte telefonieren)
  • Play (Ich möchte spielen)
  • Time (Wieviel Uhr ist es?)
  • Sick (Mir ist schlecht)
  • Tired (Ich bin müde)
  • Bthrm (Ich muss auf die Toilette)
  • Hello (Hallo)
  • Bye (Auf Wiedersehen)
  • What (Was?)
  • Where (Wo?)
  • When (Wann?)
  • Want (Ich möchte…)
  • Who (Wer)
  • How (Wie)
  • Help (Hilfe)
  • Shift-Taste
  • Audio-Taste
Mit diesen kann der Patient beim Verlust des Sprachvermögens oder anderweitigen Einschränkungen des Pflegepersonals mit seiner Umwelt kommunizieren. Angezeigt wurde die jeweilige Meldung über die LEDs an der Vorderseite des Vidcom. Atari entwickelte dieses Gerät Anfang der 1980er Jahre, man ließ aber relativ schnell von allen medizinischen Vorhaben ab.

Bild © The Atari Historical Society
Atari Vidcom I
Atari Healthcare Systems


Vorderseite mit den LEDs

Bild © The Atari Historical Society

Anzeigen und Prospekte
Zum Vergrößern anklicken


Prospekt „Damit beim Ernst des Lebens auch der Spaß nicht zu kurz kommt“


Anzeige „Atari macht ernst - 800 XL für 648,– DM“


Flyer „Atari 800 XL“ von 1985

Videos
Promotion-Video 1200 XL (Teil 1 von 5), englisch, AVI, 2,0 MB
Promotion-Video 1200 XL (Teil 2 von 5), englisch, AVI, 1,8 MB
Promotion-Video 1200 XL (Teil 3 von 5), englisch, AVI, 2,8 MB
Promotion-Video 1200 XL (Teil 4 von 5), englisch, AVI, 1,8 MB
Promotion-Video 1200 XL (Teil 5 von 5), englisch, AVI, 2,4 MB
Zum Abspielen der Videodateien ist der QuickTime-Player oder ein anderes kompatibles Programm (z. B. VLC) nötig.
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