Diese Seite dient dazu, meine eigenen Eindrücke der Festung zu zeigen, etwas Wissen zu vermitteln und vielleicht den ein oder anderen Besucher auf die Festung neugierig zu machen, herzukommen und selber zu entdecken – daher werde ich, wo immer es möglich ist, die nächstgelegenen Bus- und Bahnhaltestellen mit angeben. Für eine sehr gute Dokumentation über die Bundesfestung Ulm empfehle ich das Buch „Die Bundesfestung Ulm – Deutschlands größtes Festungsensemble“ von Matthias Burger (ISBN 3-88294-366-1) sowie zusätzlich die DVD „Die Bundesfestung Ulm – Ein Baudenkmal in Ulm, um Ulm und um Ulm herum“ von Claudius Rehbein – beides beziehbar über den Onlineshop des Förderkreises Bundesfestung Ulm e.V. – es darf selbstverständlich auch beigetreten werden :-)
1805 verlor das Kaisertum Österreich im dritten Koalitionskrieg die Schlacht von Ulm gegen das französische Kaiserreich. Ulm wurde nach Schleifung der Festung um 1800 kurz zuvor wieder
notbefestigt, die ursprüngliche Stärke erreichte die Stadt dadurch aber nicht. Napoleon Bonaparte,
seit 1799 de facto Staatsoberhaupt Frankreichs und seit 1804 als Napoleon I. Kaiser der Franzosen, sah sich die Schlacht vom Kienlesbergfelsen oberhalb der Stadt an und sagte zum österreichischen
Feldmarschall Karl Mack von Leiberich, als dieser die Kapitulation überbrachte: „Wie konnten Sie sich
dazu verrennen, sich in einem so elenden Platz wie Ulm verteidigen zu wollen, der nicht einmal den Namen
‚Festung‘ verdient?“. Er ordnete später die Schleifung der mittelalterlichen und
frühneuzeitlichen Festungsanlagen der ehemals freien Reichsstadt Ulm an. Nur Teile der Dürer'schen Festung
am Donauufer und an der Ostseite sowie die Soldatenhäuser an der Nordseite der Altstadt blieben stehen.
Die Jahre
1789 bis 1815 markieren ohnehin den Sturz alter Mächte vor allem in Mitteleuropa, so verloren zwischen 1802 und
1805 die geistlichen Fürsten des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation sowie alle Reichsstädte alles Land an die weltlichen
Fürsten, die mit diesen Ländereien für die Enteignungen links des Rheins entschädigt wurden.
Ulm verlor seinen Status als Freie Reichsstadt, den sie seit 1184 innehatte, im Jahr 1802, und kam an das Kurfürstentum Bayern. Der Besitz Ulms reichte zu dieser Zeit von Geislingen an der Steige bis hinunter vor
Illertissen, sie war nach Nürnberg die flächenmäßig größte Reichsstadt des Heiligen Römischen Reichs. Im Vertrag von Compiègne 1810 kam das linke Donauufer an das
Königreich Württemberg, während das rechte Ufer bei Bayern verblieb. Hier befanden sich einzelne Höfe, die befestigte Insel und das Dorf Offenhausen. Am 22. April 1811 wurde mit
Billigung durch den bayerischen König die Gemeinde „Ulm am rechten Donauufer“ gegründet, die 1814 erstmals „Neu-ulm“ genannt wurde.
1806 wurde eben jenes ohnehin seit dem Westfälischen Frieden von 1648 nur noch auf dem Papier bestehende alte Reich mit der Niederlegung der Krone durch Kaiser Franz II. (gleichzeitig seit 1804
Kaiser Franz I. von Österreich) aufgelöst und Europa kam immer mehr
unter französischen Einfluss, Napoleon überzog den Kontinent mit etlichen Kriegen. 1813 verlor Napoleon die Völkerschlacht von Leipzig, bei der alle deutsche Armeen gegen ihn kämpften,
und 1815 die Schlacht von Waterloo (Vereinigte Niederlande) gegen die europäischen Großmächte Großbritannien
und Preußen sowie deren Verbündete Hannover, Vereinigte Niederlande, Braunschweig und Nassau, woraufhin er
auf die britische Insel St. Helena im Südatlantik verbannt wurde.
Auf dem Wiener Kongress 1815 wurde die Gründung des Deutschen Bundes beschlossen, dem neben den größeren
Flächenländern Preußen, Österreich, Bayern, Hannover, Baden, Sachsen und Württemberg noch
zahlreiche kleinere Herzogtümer und Fürstentümer angehören sollten. Vorsitzender dieses Bundes sollte
der österreichische Kaiser sein. Außerdem wurde der Bau von vier Bundesfestungen entlang der Rheingrenze zu
Frankreich beschlossen, diese sollten in den Städten Landau in der Pfalz (Königreich Bayern), Mainz (Großherzogtum Hessen-
Darmstadt), Luxemburg (Großherzogtum Luxemburg) sowie einer weiteren, damals noch nicht festgelegten Stadt im Südwesten des Bundes entstehen. So sollte ein erneuter möglicher Einmarsch
Frankreichs auf deutschen Boden
verhindert werden können. 1819/20 gab es erste Vorplanungen für eine Festung rund um Ulm. Wenig später wurden diese Pläne vorerst auf Eis gelegt.
1841 wurde auf der Frankfurter Bundesversammlung der Bau von zwei weiteren Bundesfestungen
vereinbart – noch eine am Rhein in Rastatt (Großherzogtum Baden) und eine im süddeutschen Hinterland um die Stadt Ulm (Königreich Württemberg) mit einem Brückenkopf auf der
bayerischen Seite um die noch sehr junge Gemeinde
Neu-Ulm. Eigentlich sollte nur eine der beiden Festungen entstehen, da sich aber Österreich und Bayern (favorisierten
Ulm) sowie Preußen, Baden und Württemberg (für Rastatt) letztendlich nicht einigen konnten, wurden beide
in Auftrag gegeben. Vor allem Württemberg war anfangs vehement gegen die Ulmer Festung, da sie an der Ostgrenze des
Staates entstehen sollte und so aus der Sicht des Landes unwirksam für Württemberg sei.
So entstand beiderseits der Donau auf einer Fläche von 335 ha (etwa die anderthalbfache Fläche des Fürstentums
Monaco) die seinerzeit größte Festung Europas, die im Ernstfall mit bis zu 100.000 Soldaten belegt werden sollte.
Die Festungswerke selbst konnten mit max. knapp 26.000 Soldaten belegt werden (Ausbaustand 1887), dazu kamen sechs Kasernen
(Ulanenkaserne, Kienlesbergkaserne, Schillerkaserne, Friedenskasernen Ulm und Neu-Ulm, Chevauxlegerskaserne), ein Kriegs- und
zwei Friedensspitäler. Die Besatzung in Friedenszeiten sollte 5.000 Mann betragen.
| # | Art und ggf. Lage | späteres Festungswerk an dieser Stelle | heute |
|---|---|---|---|
| 1. | Fort, oberer Kuhberg | Werk XXXII – Fort Oberer Kuhberg | Fort Oberer Kuhberg |
| 2. | Geschützturm, Roter Berg (Söflingen) | Zwischenraumstreiche 4 | Fußballfeld TSG Söflingen |
| 3. | Fort, unterer Eselsberg | Werk XXXIV – Fort Unterer Eselsberg | Fort Unterer Eselsberg |
| 4. | Fort, oberer Eselsberg | Werk XXXV – Nebenwerk Fort Oberer Eselsberg | Nebenwerk Oberer Eselsberg |
| 5. | Geschützturm, Lehrer Tal | Munitionsraum 5 | Kreuzung Berliner Ring / Lehrer-Tal-Weg |
| 6. | Geschützturm, Michelsberg | Werk XXXVII – Fort Prittwitz | Fort Prittwitz / Wilhelmsburgkaserne |
| 7. | Fort, Albecker Steige | Werk XXXIX – Fort Albeck | Fort Albeck |
| 8. | Geschützturm, Safranberg | Nähe Werk XL – Fort Safranberg | Kleingärten am Safranberg |
| 9. | Geschützturm, Friedrichsau | Werk XLI – Fort Friedrichsau | Fort Friedrichsau |
| 10. | Fort, Offenhausen/Steinhäule | Vorwerk 10 (geplant, nicht gebaut) | Wohnviertel an der Franz-Lehar-Straße |
| 11. | Fort, Offenhausen/Pfuhler Ried | Vorwerk 11 (geplant, nicht gebaut) Nebenartilleriedepot Neu-Ulm |
Oldtimer-Fabrik Classic an der Lessingstraße |
| 12. | Fort, bei den Riedhöfen | Schützengraben 62 | Kleingärten im Vorfeld |
| 13. | Fort, Ulanen-Linde (heute Wiley Mitte) | Vorwerk 13 – Ludwigsvorfeste | Ludwigs-Vorfeste |
| 14. | Fort, Warmwässerle (heute Illerkanal) | Vorwerk 14 – Illerkanal | Vorwerk Illerkanal |
| 15. | Fort, Koppenwörth | — | nahe der Illermündung |
| 16. | Geschützturm, Galgenberg | — | Kleingärten am Galgenberg |
| 17. | Fort, unterer Kuhberg | Werk XXIX – Fort Unterer Kuhberg | Fort Unterer Kuhberg |
| 18. | Fort und drei Vorwerke, oberer Michelsberg | Wilhelmsfeste: Werk XV | Wilhelmsburgkaserne, Werk XV |
| 19. | Bastion, mittlerer Michelsberg | Werk XII – Wilhelmsburg | Wilhelmsburg |
| 20. | Bastion, Kienlesberg | Courtine XI | Westliche Bergfront |
| 21. | Bastion, oberer Gaisenberg | Werk XIX – Obere Gaisenbergbastion | Obere Gaisenbergbastion |
| 22. | Courtine zwischen den Werken 20 und 21 | Friedensspital am Gaisenberg, Kienlesbergkaserne | Kliniken am Michelsberg, etwa entlang der Alpenstraße |
| 23. | Obere Stadtfront mit Vorwerk auf der Blauinsel | Werke I bis X sowie XXVII und XXVIII | Bundesstraße 10/28, Kienlesbergbastion |
| 24. | Bastion, unterer Gaisenberg | Werk XXI – Untere Gaisenbergbastion | Hochschule Ulm |
| 25. | Untere Stadtfront | Werke XXII bis XXVI | Glacis-Anlagen am Staufenring, Pionierkaserne |
| 26. | Neu-Ulmer Stadtfront | Werke 1 bis 9 | Glacis-Park, Ringstraße, Reuttier Straße |
Diese vorläufige Planung diente als Grundlage der heute bekannten Planung der Anlage. Die Stadtfronten wurden auf
einzelne Werke aufgeteilt, die Werksnummern wurden neu vergeben, beginnend mit den Hauptumwallungen und endend mit den
Außenforts. Einige Anlagen wurden verlegt oder ganz gestrichen, so fielen in Neu-Ulm drei der sechs Vorwerke weg,
das Riedhof-Vorwerk wurde dann an die Bastion 3 gelegt und nach Osten gedreht. In Ulm traf es die Türme am
Galgenberg, am Roten Berg und im Lehrer Tal sowie die Courtine am Michelsberg, dafür wurde die Anlage auf dem
Michelsberg vollständig neu als Zitadelle konzipiert. So kommt man in den Planungen um 1842 auf 56 Werke, 1849 sind
es noch 52. 1863 wurde ein weiteres Außenfort bei Pfuhl geplant, aber nicht ausgeführt, und ab 1881 entstanden
zwei weitere Außenforts auf dem oberen Eselsberg, während 1876 auf dem Michelsberg ein Geschützturm
abgetragen wurde, so dass man heute auf 53 zeitgleich existierende und 54 gebaute Werke von insgesamt 59 geplanten Werken
kommt.
Der damals etwa 16.000 Einwohner starken Stadt Ulm und der kleinen, erst 1811 gegründeten Gemeinde Neu-Ulm verschaffte
der Bau der Festung einen wirtschaftlichen Aufschwung. Die bis 1802 Freie Reichsstadt Ulm litt seit dem Dreißigjährigen Krieg
unter Bevölkerungsrückgang und Geldmangel, und 1810 wurde durch die Übergabe Ulms von Bayern an Württemberg auch das landwirtschaftlich
genutzte Hinterland rechts der Donau abgetrennt, auf dem seither das heutige Neu-Ulm entstand. Neu-Ulm bestand zu Baubeginn
nur aus einer kleinen Ansammlung von Bauernhöfen auf Höhe des heutigen Donaucenter-Hochhauses und den einst zu Ulm
gehörenden Gebäuden und Gartenlauben auf der Insel. Mit dem Bau der Festung, an der zeitgleich bis zu 6.000 Mann
arbeiteten, wuchs Ulm zu Ende des 19. Jahrhunderts auf etwa 43.000 Einwohner an, Neu-Ulm wuchs zu einer Kleinstadt heran
und bekam 1869 vom bayerischen König Ludwig II. die Stadtrechte verliehen, um 1900 hatte es bereits rund 9.000 Einwohner. Bis 1880 wurden mehrere wichtige Eisenbahnstrecken über Ulm gelegt, deren Bau teilweise über andere
Städte, beispielsweise Nördlingen, geplant war: 1846 die Südbahn Ulm – Friedrichshafen,
1850 die Filstalbahn Stuttgart – Ulm, 1854 die Maximiliansbahn Ulm – Salzburg, 1861 die Illertalbahn Ulm – Oberstdorf (von der ab 1878 die Nebenbahn Senden – Weißenhorn und ab 1894 die Nebenbahn Kellmünz –
Babenhausen abgezweigt wurden),
1865 die Donautalbahn Donaueschingen – Ulm, die ab 1911 auch nach Regensburg weiterführte und 1875 die Brenzbahn Ulm – Aalen. Dieser massive Ausbau der Eisenbahnstrecken führte auch zu einem wirtschaftlichen
Aufschwung der Region rund um Donau und Iller.
Im Angriffsfall wären die Dampflokomotiven Württembergs innerhalb der Festung
untergebracht worden. 1854 wurde die Lücke zwischen Ulm und Neu-Ulm geschlossen und damit die bayerischen und
württembergischen Staatseisenbahnen verbunden. Ohne die Festung und die damit zusammenhängenden Baumaßnahmen wäre aus Ulm und Neu-Ulm wohl kein
länderübergreifendes Oberzentrum mit heute über 175.000 Einwohnern bzw. aus der landwirtschaftlich geprägten Region die Wirtschaftsregion Donau-Iller mit beinahe einer Million Einwohner entstanden.
Ulm besaß mit der Bundesfestung die seinerzeit modernste und eine der größten Festungsanlagen Europas und galt
praktisch als unneinehmbar. Und doch war sie schon bei der Fertigstellung veraltet. Grund hierfür war die Entwicklung neuer
gezogener Geschütze, deren Reichweite sich von 800 Metern auf etwa drei Kilometer verlängerte und deren Treffsicherheit
um einiges genauer wurde. Zudem wurden statt Vollstahlkugeln nun Sprenggranaten verwendet, die beim Auftreffen auf Mauern und Erde
große Schäden hinterließen. Daher wurden ab 1876 zahlreiche Umbaumaßnahmen vorgenommen, die vor allem die
Forts und die Wilhelmsfeste betrafen. Zahlreiche Erdtraversen wurden aufgeschüttet, Mauern und Türme abgetragen, Wälle
vergrößert, Hohltraversen ummantelt und ab 1881 zwei neue Forts auf dem Eselsberg errichtet.
Insgesamt wurde die Festung fünfmal armiert:
Die erste Armierung fand während der Märzrevolutionen in den deutschen Staaten im Jahr 1848 statt, hier waren große
Teile der Festung noch gar nicht fertiggestellt bzw. es wurde noch nicht einmal mit dem Bau begonnen, lediglich die Wilhelmsburg
stand schon nahezu komplett. Da es den Arbeitern der Festung und auch den Bürgern der Stadt jedoch gut ging, fiel die
Revolution in Ulm und Neu-Ulm nicht auf fruchtbaren Boden, lediglich im Jahr zuvor gab es Krawalle wegen massiver
Brotpreiserhöhungen.
Die zweite Armierung fand während des Oberitalienischen Krieges 1859 statt. Das
Königreich Sardinien-Piemont plante zusammen mit Frankreich einen Angriffskrieg auf das mit dem Kaisertum Österreich in
Personalunion verbundene Königreich Lombardo-Venezien, woraufhin Österreich ein Ultimatum stellte. Sardinien-Piemont
ließ es im Juli 1859 verstreichen und so kam es zur Kriegserklärung. Nachdem Österreich die Schlachten bei
Solferino (24. Juni 1859) und Magenta (4. Juli 1859) verlor, kam es zur Armierung der Bundesfestung Ulm und das VIII. deutsche
Armeekorps wurde zum Schutz des Oberrheins mobilisiert. Zu diesen Armierungsarbeiten gehörte auch der Bau der Blockhäuser.
Nachdem sich der französische Kaiser Napoleon III. und der österreichische Kaiser Franz Joseph am 11. Juli in
Villafranca di Verona (Kgr. Lombardo-Venezien) auf einen Waffenstillstand einigten („Vorfrieden von Villafranca“),
wurde die Armierung am 21. Juli beendet.
Im Deutschen Krieg von 1866 wurde die Festung ab dem 3. Juli – dem Tag der Schlacht von Königgrätz
(Kgr. Böhmen, heute: Hradec Králové) – zum dritten Mal in den Kriegszustand versetzt, d.h. es wurden
die Gräben geflutet, Palisaden vor den Forts errichtet, das Schießpulver von den Friedenspulvermagazinen in die Kriegs-
und Wallpulvermagazine gekarrt und die Geschütze in Position gebracht. Diese Arbeiten dauerten 17 Tage. Die Aufhebung
des Kriegszustandes erfolgte am 23. August 1866 mit der Auflösung des Deutschen Bundes, die österreichische
Festungsbesatzung zog am 16. Oktober aus Ulm und Neu-Ulm ab.
Die vierte Armierung fand im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 statt. Durch diplomatische Spannungen nach der
Veröffentlichung der Emser Depesche durch den preußischen Ministerpräsidenten Otto von Bismarck erklärte
Napoleon III. dem Norddeutschen Bund am 19. Juli 1870 den Krieg, die süddeutschen Staaten stellten sich auf die Seite des
Norddeutschen Bundes. Bereits drei Tage vorher begann man mit der Armierung der Festung, am 4. August erfolgte die Versetzung in den
Kriegszustand. In der Festung wurden 15.600 Soldaten und 500 Pferde untergebracht, es wurden insgesamt 301 Geschütze aufgestellt.
Später wurden die Außenforts hauptsächlich zur Unterbringung französischer Kriegsgefangener genutzt, vor allem
die Forts Unterer und Oberer Kuhberg, Unterer Eselsberg und Albeck. Nach dem Sieg über die Franzosen – aus dem Norddeutschen
Bund und den süddeutschen Staaten Baden, Hessen-Darmstadt, Bayern und Württemberg entstand mittlerweile das Deutsche
Kaiserreich – begann im März 1871 die Desarmierung der Festung.
Die letzte Armierung fand im August 1914 statt, also zu Beginn des 1. Weltkriegs. Hier wurden aber nicht die Festungsbauten an sich armiert — ein Teil
war ja bereits abgetragen — sondern es wurde ein System aus Schützengräben, Stützpunkten, Artillerie- und Munitionsräumen und Zwischenraumstreichen
ringförmig um Ulm und Neu-Ulm installiert. Dieser Ring hatte einen Umfang von nahezu 40 Kilometern. Die standartisierten Hohlbauten und Stützpunkte wurden im
Eilverfahren aus Beton errichtet und von innen mit Wellblech verkleidet. Das Reduit von Fort Friedrichsau erhielt einen Betonpanzer von einem Meter Stärke, und die Werke
auf dem oberen Eselsberg wurden ebenfalls nochmals mit Beton verstärkt. Noch während der Armierungsarbeiten wurde klar, dass der Feind, die französische Armee, nicht
ins deutsche Kaiserreich vorrücken wurde, und so wurden die Arbeiten am unvollständigen Ring beendet. Die letzten Bauten aus der Epoche waren die Pumpwerke Buchbrunnen
und Butzental. Bereits 1916 wurden die meisten Gräben verschüttet und einige Stützpunkte zerstört, da sie allesamt auf Feldern errichtet wurden, ohne vorher die
Landwirte zu bemühen. Zwischen 1945 und 1947 wurde der größte Teil dieses Rings durch die U.S. Army gesprengt — rund um Ulm befinden sich heute noch etliche Trümmerhaufen.
Trotz dieser Armierungen kam es in und Ulm während dieser Zeiten nie zu Kriegshandlungen. Die Tatsache,
dass die Festung nie in Kriegshandlungen verwickelt wurde, rettete sie im Vertrag von Versailles auch vor der Schleifung, im Gegensatz zu
den anderen vier grenznahen Bundesfestungen, die auf Grund der Einrichtung einer Entmilitarisierungszone mit einem Abstand von 50 Kilometern zur neuen französischen Grenze
nahezu vollständig abgetragen werden mussten. Beide Städte begannen jedoch schon ab 1904,
die Stadtfronten teilweise abzutragen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der äußere Festungsring von 1901 und 1914 fast
vollständig gesprengt und in der Nachkriegszeit wurden die meisten Werke dem Verfall überlassen und teilweise, wie beispielsweise die Untere Gaisenbergbastion und das Fort Mittlerer Kuhberg
auch abgebrochen. Seit 1974 kümmert sich der Förderkreis Bundesfestung Ulm e.V. um den Erhalt der verbliebenen Gebäude.
Nach der Auflösung des Deutschen Bundes gingen die Festungen in Landeseigentum über, nach der Gründung des Deutschen Reichs auf der württembergischen Seite
in Reichseigentum, woraus die Reichsfestung Ulm entstand. Der bayerische Teil der Festung verblieb beim Königreich Bayern. Die Armeen wurden auf beiden Seiten nach wie vor von den Gliedstaaten
gestellt. 1921 zog die Reichswehr der Weimarer Republik in Teile der Festungen ein, 1935 die Wehrmacht. Von 1933 bis 1935 wurde im Fort Oberer Kuhberg und im Infanteriestützpunkt Gleißelstetten
vom württembergischen Innenministerium ein „Schutzhaftlager“ (eine frühe Art des Konzentrationslagers) betrieben, nachdem das Vorgängerlager Heuberg in Stetten am kalten Markt
geschlossen wurde. Einer der bekanntesten Gefangenen im KZ Oberer Kuhberg war der Sozialdemokrat und späterer SPD-Parteivorsitzende Kurt Schumacher. Im Juli 1935 wurden die Gefangenen auf andere Lager, darunter das Konzentrationslager
Dachau, verteilt.
Im zweiten Weltkrieg wurden die Gewölbe als Luftschutzkeller genutzt, was sich in vielen Fällen als fataler Fehler herausstellte,
da der schwere Rauch durch Kamine und Rauchabzüge in die Gewölbe einzog und dort für Erstickungen sorgte. 1945 zogen die Amerikaner in beiden Städten ein und
belegten die Hindenburgkaserne (nun Ford Barracks), die Reinhardtkaserne (nun Nelson Barracks) und die Ludendorffkaserne (nun Wiley Barracks),
außerdem die ehemalige Wilhelmsfeste ohne die Wilhelmsburg, welche zum Flüchtlingslager mit zeitweise über 4.000 Bewohnern wurde, und die Flandernkaserne.
Teile der Festung werden bis heute vom Militär genutzt, so sitzen in der ehemaligen Wilhelmsfeste und im Fort Prittwitz das Kommando
Operative Führung Eingreifkräfte (KdoOpFüEingrKr) der Bundeswehr, ein Feldjägerbataillon und das Heeresmusikkorps 10,
an der rechten Front des Forts Unterer Eselsberg befindet sich die Hindenburgkaserne mit dem Gebirgsfernmeldebataillon 210 und an der Kehle des Forts Unterer
Kuhberg die Bleidornkaserne (Verwaltung, Dienstleistungszentrum und — zumindest derzeit noch — Kreiswehrersatzamt). Bis 1995 war zudem in der Kienlesbergkaserne
ein Teil des II. Korps stationiert. Der Truppenübungsplatz am Lerchenfeld nördlich von Jungingen wird heute von der Rommel-Kaserne Dornstadt
genutzt. Zwischenzeitlich wird aber durch die Bundeswehr-Reform die Verlegung des KdoOpFüEingrKr nach Potsdam diskutiert, außerdem soll die Häfte der
bundesweit 52 Kreiswehrersatzämter geschlossen werden – die Stadt Ulm hat sich bereits das Vorkaufsrecht auf das Gelände der Bleidornkaserne gesichert.
Genaueres wird durch das Bundesministerium der Verteidigung bzw. dessen Minister Thomas de Maizière am 26. Oktober 2011 bekannt gegeben.
In anderen Teilen haben Vereine und Jugendclubs, Schulen und Museen eine Heimat gefunden. In der Defensivkaserne der Oberen Donaubastion
befinden sich das Donauschwäbische Zentralmuseum, ein Kinderladen, ein Theater und ein Weinhändler, außerdem auf dem
Gelände das Roxy und der Club Schilli sowie eine Skaterhalle in der ehemaligen Reithalle, im Reduit der Mittelbastion hat eine
Tauchergruppe ihren Sitz. In der Kienlesbergbastion befindet sich der Club Action, in der Oberen
Gaisenbergbastion ein Verlag, in der Caponniere XX der Jazzkeller Sauschdall und der Club CAT. In der Unteren Gaisenbergbastion gibt es
ein von Studenten betriebenes Café und der Club 15, im Reduit der Unteren Donaubastion zwei Archive und eine Schule und in den
Donautürmen weitere Jugendclubs. Auf der Neu-Ulmer Seite wird das Eisenbahnblockhaus der Courtine 2 als Speisesaal und Galerie
genutzt, die Caponniere 4 als kultureller Treffpunkt, die Courtine 6 als Wasserspielplatz und Biergarten, die Caponniere 8 von einem
Naturschutzverein und das Kriegspulvermagazin II vom Förderkreis Bundesfestung. Von den Forts werden belegt: Das Fort Unterer Kuhberg
durch eine Schule, eine Akademie und eine Narrenzunft, das Fort Oberer Kuhberg vom Förderkreis und vom Dokumentationszentrum Oberer
Kuhberg, das Fort Unterer Eselsberg von Pfadfindern, dem Ulmer Zelt und weiteren Vereinen und das Fort Albeck von Pfadfindern. Die
Ludwigsvorfeste teilen sich ein japanisches Restaurant, eine Steinwerkstatt, der Festungsbiergarten und die Mittelalterschänke. Die wenigsten Festungwerke
stehen also leer, dazu zählen ein Großteil der Wilhelmsburg, der Söflinger Turm, der Örlinger Turm, die Forts Safranberg,
Nebenwerk Oberer Eselsberg, die Vorwerke Illerkanal und Schwaighofen und kleinere Räume des Festungsrings. Im Vorwerk Illerkanal findet
regelmäßig im Sommer das Vorwerkfest statt.
Während die Festung zwischen 1945 und den 1970ern schwer vernachlässigt und viele Teile zerstört wurden, begann
der Ulmer Tierarzt Dr. Otmar Schäuffelen 1967 mit Aufräumarbeiten am Fort Oberer Kuhberg. Dieses Engagement führte
1974 zur Gründung des Förderkreises Bundesfestung Ulm, dessen Mitglieder sich heute ehrenamtlich um die Festungsanlagen
kümmern und Interessierten auch Führungen anbieten. Am ersten Sonntag im Monat um 14:00 findet eine kostenlose
Regelführung im Fort Oberer Kuhberg statt, am dritten Sonntag im Monat um 11:00 eine auf der Wilhelmsburg. Desweiteren bietet
das Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg jeden Sonntag Führungen im Reduit und der Flankengalerie des Forts Oberer Kuhberg an.
Bereits 1920 wurden die beiden Ulmer Tore unter Schutz gestellt, 1960 wurden erstmals große Teile der noch bestehenden Ulmer Bundesfestungsanlagen unter Denkmalschutz gestellt, 1973 folgte die
gesamte noch bestehende Neu-Ulmer Festung. 1980 wurden noch mehr Werke unter Schutz gestellt, darunter die Forts Unterer Kuhberg, Unterer Eselsberg und Prittwitz, und 2001 erfolgte schließlich der
Denkmalschutz für das Gesamtwerk. Leider wurde und wird der Denkmalschutz zeitweise als sehr dehnbarer Begriff von der Kommunalpolitik und insbesondere von Gewerbetreibenden aufgefasst. Seit dem Ende
des zweiten Weltkrieges wurden immer wieder unnötig Werke abgebrochen, darunter das für Neu-Ulm identitätsstiftende Augsburger Tor, die Untere Gaisenbergbastion alias Gaisenbergkaserne und
viele Werke der äußeren Armierungsstellung. Diese Abbrüche setzen sich bis in die heutige Zeit fort, zwischen 2006 und 2009 wurde der bis dahin unter einem alten Rasthof schlummernde
Infanteriestützpunkt Jungingen-West schrittweise illegal im Auftrag eines Großunternehmers abgebrochen. Auf der anderen Seite tun Städte, Vereine und Gewerbetreibende auch viel, um die
übrigen Gebäude zu erhalten oder zumindest den Verfall aufzuhalten. So wurde bereits das schon verloren geglaubte Fort Söflinger Turm wieder hergestellt, mehrere Gebäude restauriert
und neu bedacht und bis heute werden immer wieder Rodungsarbeiten auf den Hohlbauten durchgeführt, ohne die die Wurzeln der Bäume und anderer Pflanzen in die Mauerwerke eindringen und diese
zerstören würden. Zum 150-jährigen Jubiläum der Fertigstellung der Festung wurde 2009 der Festungsweg installiert, auf dem Fußgänger einmal um die gesamte Stadtumwallung
laufen können. In der Nähe der Festungswerke wurden Stahlstelen aufgestellt, auf denen man zusätzliche Informationen zum jeweiligen Werk bekommt. Als einziges Außenfort bekam das Fort
Oberer Kuhberg ebenfalls eine solche Stele.
Insgesamt sind heute noch rund zwei Drittel der Festung trotz der Abbrüche vollständig oder teilweise erhalten.

Anders als bei vielen Festungen in Deutschland, die im Bastionärsystem errichtet wurden, wurden die Festungen Ulm und Rastatt im Polygonalsystem gebaut. Dieses System zeichnet sich durch lange Geraden aus, deren Eckpunkte durch Grabenstreichen (Caponnieren), Schanzen (Flèchen) und Wallschilde (Ravelins) verteidigt wurden. Auf diese Weise erreichte man, dass es an der gesamten Feindseite nicht einen Quadratmeter Toten Winkel gab. Ulm galt bis zur Entwicklung der gezogenen Geschütze als praktisch unneinnehmbar.

Erbaut wurde die Festung zwischen 1842 (Baubeginn der Wilhelmsburg) und 1859 (Fertigstellung des Forts Albeck) unter der Leitung des preußischen Ingenieurs Major Moritz Karl Ernst von Prittwitz und Gaffron für Württemberg und Theodor Ritter
von Hildebrandt für Bayern. Beim Bau der Festung waren zeitweise 6.000 Arbeiter gleichzeitig im Einsatz, um die Festung zu errichten. Von Prittwitz galt seinerzeit als strenger Baudirektor, so war unter anderem Alkohol strengstens verboten, er sorgte aber
auch für eine der ersten Sozialversicherungen Europas, in dem er einen Teil des Lohns der Arbeiter einbehielt und diesen in eine Kasse einzahlte. Verletzte sich ein Arbeiter oder kam er sogar um, erhielt seine Familie das Geld aus der Versicherung.
Heute ist das die Normalität, für die Mitte des 19. Jahrhunderts war dies aber eine sehr fortschrittliche Praxis. Die Baukosten betrugen rund 16,5 Mio. Gulden – ein Arbeiter bekam damals im Durchschnitt 40 Kreuzer pro Arbeitstag, eine
Maß Bier lag bei 8 Kreuzern.
Der innere Festungsring um beide Städte bestand aus elf Bastionen, zwei Wallschilden (Ravelins), einer Schanze (Flèche), zwei Contregarden, einer Bastionskatze (Cavalier), einem umlaufenden Graben (im Talbereich nass, im Bergbereich trocken) und
der Zitadelle Wilhelmsfeste auf dem Michelsberg. Er beherbergte fünf große Kriegspulvermagazine und fünf Defensivkasernen. Nach außen führten acht Tore, davon waren drei nur für Fußgänger ausgelegt, zu diesen
Toren kamen noch fünf Bahntore (Stand 1900). Die Donau wurde im Angriffsfall mit eingeschlagenen Pfählen gesichert, zwischen denen eine Kette mit einem Glieddurchmesser von ca. einem Meter gespannt wurde, außerdem wurden zu deren Schutz
zwei Geschütztürme installiert. Des Weiteren befinden sich rund um die Festung 16 Forts (von ursprünglich 18 geplanten), von denen zwei erst nach 1880 errichtet wurden und eins vor 1880 abgebrochen wurde. Vier ursprünglich geplante
Forts und ein nachträgliches wurden aus Kostengründen gestrichen. Bei vollem Ausbau bis 1900 hätte der Verteidigungsring aus 21 Forts bestanden. Die Verteidigungslinie aus den 1900ern weist zwölf Infanteriestützpunkte auf, davon
waren zwei an der Böfinger Halde, drei südlich der Gemeinde Jungingen, zwei bei Lehr, einer in den Söflinger Weinbergen, zwei in den Eselsberg-Werken, einer bei Gleißelstetten und einer vor Pfuhl untergebracht. Im Lehrer Tal wurde
zudem eine Pumpstation angelegt.
Die Hauptkampflinie von 1914 sollte insgesamt 92 Schützengräben und Stützpunkten bestehen, dazu mindestens 20 Artillerieräume, zehn
Munitionsräume, drei weiteren Pumpstationen und neun Zwischenraumstreichen. Als um 1916 klar wurde, dass die Franzosen nicht in das Reich einmarschieren würden, wurden die Arbeiten an diesem letzten Festungsring abgebrochen und etliche bereits entstandene
Werke wieder zugeschüttet. Innerhalb der Festung befanden sich um 1910 zwei Proviantämter, zwei Friedenskasernen, drei weitere Kasernen, zwei Gefängnisse zivil und
militärisch), jeweils zwei evangelische und katholische Garnisonskirchen, zwei Lazarette und die kaiserliche Fortifikation. Außerhalb der Festung befanden sich zwei weitere Kasernen sowie eine Ansammlung von Schuppen und Magazinen am Kuhberg.
Zu Beginn des Festungsbaus wurde im Reichenauer Hof die Festungsbaudirektion untergebracht und westlich der Gemeinde Neu-Ulm der Festungsbauhof angelegt. Die Direktion wurde mit der Eröffnung der Kaiserlichen Fortifikation 1879 geschlossen, der Bauhof 1858.
Nach der Wallniederlegung wurden die Donaubastionen, die Wilhelmsburg und die Untere Gaisenbergbastion zu reinen Kasernen umfunktioniert sowie in Zeiten der Reichswehr und Wehrmacht sechs weitere Kasernen errichtet. 1938 wurde der Status der
Festungsstadt endgültig aufgehoben, nachdem die Festung selbst schon seit dem Ende des ersten Weltkriegs weitgehend leerstand.
Sieht man sich die Gebäude der Festungsanlage an, so fällt einem schnell auf, dass der Großteil der Ulmer Seite aus Kalkstein gebaut wurde (Ausnahmen sind die Forts auf dem Eselsberg sowie das Blaubeurer Tor), während die Neu-Ulmer
Festung mit Ziegelsteinen errichtet wurde. Für die Ulmer Seite wurden im nahegelegenen Blautal z. B. allein für die Wilhelmsburg 300.000 Tonnen Kalkstein abgebrochen und per Karren auf die Baustelle gebracht. Die Nummerierung der Werke
erfolgte auf der württembergischen Seite mit römischen Zahlen, auf bayerischer mit arabischen Ziffern. Und der Festungsring am rechten Ufer ist nahezu vollkommen symmetrisch aufgebaut – er besteht aus vier jeweils 600 Meter langen
Fronten, die in der Mitte jeweils zwei Tenaillen und eine Caponniere sowie an den Seiten je eine Bastionsseite enthalten.
| 1841 | Beschluss des Baus einer Bundesfestung um Ulm und Neu-Ulm auf der Frankfurter Bundesversammlung, erste Vorplanungen beginnen |
| 1842 | Ankauf des Reichenauer Hofs und Unterbringung der Festungsbaudirektion darin Baubeginn Wilhelmsburg und Wilhelmsfeste |
| 1843 | Baubeginn obere Stadtfront, obere Donaufront, westliche und östliche Bergfront |
| 1844 | Baubeginn Stadtumwallung Neu-Ulm Grundsteinlegung in Ulm und Neu-Ulm Inbetriebnahme des Festungsbauhofs |
| 1845 | Baubeginn untere Stadtfront und untere Donaufront |
| 1846 | Baubeginn Forts Albeck und Unterer Kuhberg sowie Hornwerk XXX |
| 1847 | Baubeginn Fort Avancé |
| 1848 | Baubeginn Lehrer Turm und Forts Oberer Kuhberg und Unterer Eselsberg Legung des Schlusssteins in der Wilhelmsburg erste Armierung im Zuge der Märzrevolutionen |
| 1849 | Fertigstellung der Wilhelmsburg Proviantamt Neu-Ulm: Bau der Militärbäckerei 2 |
| 1850 | Fertigstellung der Stadtumwallung Neu-Ulm Baubeginn Örlinger Turm, Vorwerk Schwaighofen, Ludwigsvorfeste, Neu-Ulmer Kriegspulvermagazine und Kriegsspital |
| 1851 | Baubeginn Vorwerk 14 |
| 1852 | Fertigstellung der westlichen Bergfront, des Lehrer Turms und des Örlinger Turms Baubeginn Bahntor in Courtine 2 Proviantamt Neu-Ulm: Baubeginn Magazin I (Militärbäckerei 1) Baubeginn Fort Friedrichsau |
| 1853 | Fertigstellung der Kriegspulvermagazine, der Neu-Ulmer Vorwerke und des Bahntors in Courtine 2 |
| 1854 | Fertigstellung Forts Avancé und Friedrichsau, Kriegsspital und Militärbäckerei 1 |
| 1855 | Fertigstellung der Stadt- und Donaufronten Baubeginn der Forts Söflinger Turm, Mittlerer Kuhberg und Safranberg Baubeginn der Blockhäuser der Courtinen 4 und 6 |
| 1856 | Fertigstellung der Forts Unterer Eselsberg und Söflinger Turm Baubeginn der Blockhäuser der Courtine 8 |
| 1857 | Fertigstellung der Wilhelmsfeste und der Forts Mittlerer und Oberer Kuhberg Baubeginn der katholischen Garnisonkirche Neu-Ulm |
| 1858 | Fertigstellung der östlichen Bergfront, des Hornwerks XXX und der Forts Unterer Kuhberg und Safranberg Schließung des Festungsbauhofs |
| 1859 | Fertigstellung Fort Albeck und der Neu-Ulmer Blockhäuser Bau der Blockhäuser in den Werken I, III, IV, VII, IX, XIX, XXII, XXIX, XXX und XXXIX zweite Armierung im Zug des Oberitalienischen Kriegs Baubeginn: Gegenminen im Fort Oberer Kuhberg |
| 1860 | Fertigstellung der katholischen Garnisonkirche Neu-Ulm Baubeginn Proviantamt Ulm und beider Friedenskasernen |
| 1861 | Proviantamt Neu-Ulm: Baubeginn Magazin II Baubeginn Kriegslaboratorium hinter Courtine XXII |
| 1862 | Fertigstellung der Gegenminen im Fort Oberer Kuhberg Fertigstellung Proviantamt Ulm und Magazin II im Proviantamt Neu-Ulm Baubeginn der Friedensspitäler |
| 1863 | Fertigstellung der Friedenskaserne Ulm und des Kriegslaboratoriums Bepflanzung des Neu-Ulmer Glacis Proviantamt Neu-Ulm: Baubeginn Magazin III Baubeginn evangelische Garnisonkirche Neu-Ulm Umbenennung des Forts Avancé in Fort Prittwitz Planung eines Vorwerks am Pfuhler Kapellenberg |
| 1864 | Fertigstellung Magazin III |
| 1865 | Einbau der Mittleren Durchfahrt durch die rechte Flankenbatterie der Courtine 4 Baubeginn Kienlesbergspital und Chevauxlegers-Kaserne |
| 1866 | Dritte Armierung im Zuge des Deutschen Krieges Abzug der österreichischen Festungsbesatzung im Oktober Fertigstellung der Friedensspitäler und des Kienlesbergspitals Ummantelung aller fünf Kriegspulvermagazine Ende der Planungen und Streichung des Kapellenberg-Vorwerks |
| 1867 | Fertigstellung der Chevauxlegers-Kaserne, der Friedenskaserne Neu-Ulm und der evangelischen Garnisonkirche Neu-Ulm Bau des Bahntors in Courtine VIII |
| 1868 | Umbau des Kienlesbergspitals zur Kienlesbergkaserne |
| 1869 | Verleihung der Stadtrechte an die Gemeinde Neu-Ulm durch König Ludwig II. von Bayern |
| 1870 | Vierte Armierung im Zuge des deutsch-französischen Krieges |
| 1871 | Ende der Armierung Mit der Gründung des Deutschen Kaiserreichs wird die Bundesfestung zur Reichsfestung |
| 1872 | |
| 1873 | Auffüllung des Grabens um das Kriegsspital, Umwidmung zur Artilleriekaserne Beginn der Erweiterung des Bahntors in Courtine 2 von einer auf drei Durchfahrten |
| 1874 | |
| 1875 | Fertigstellung des Bahntor-Umbaus in Courtine 2 Beginn des Einbaus eines Bahntors in Courtine XXII |
| 1876 | Abbruch des Lehrer Turms Baubeginn Kaiserliche Fortifikation |
| 1877 | Fertigstellung des Bahntors in Courtine XXII Kaiserliche Fortifikation: Ankauf des Gebäudes an der heutigen Ecke Neutorstraße/Olgastraße Umbaubeginn: Erweiterung des Augsburger Tors von einer auf zwei Durchfahrten und Abbruch des Torturms Beginn des Umbaus von Fort Prittwitz |
| 1878 | Fertigstellung der Umbaumaßnahmen am Augsburger Tor Umbau der Courtine XVIII und des Bahntors in der oberen Stadtkehle Beginn der Umbaumaßnahmen am Fort Oberer Kuhberg |
| 1879 | Fertigstellung der Kaiserlichen Fortifikation |
| 1880 | Fertigstellung der Umbaumaßnahmen am Fort Prittwitz Umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen an nahezu allen Werken der Reichsfestung Ulm |
| 1881 | Baubeginn Hauptwerk Oberer Eselsberg |
| 1882 | Fertigstellung der Umbaumaßnahmen am Fort Oberer Kuhberg Baubeginn Schillerkaserne |
| 1883 | Baubeginn Nebenwerk Oberer Eselsberg |
| 1884 | |
| 1885 | Tieferlegung des Werkstors am Fort Safranberg |
| 1886 | |
| 1887 | Fertigstellung der Werke am oberen Eselsberg |
| 1888 | Bau eines Ausgangs vom Reduit auf den Werkshof vom Fort Unterer Eselsberg Tieferlegung des Werkstors am Fort Oberer Kuhberg |
| 1889 | Bau der Arresthäuser Baubeginn der Wohnsiedlung auf dem Michelsberg |
| 1890 | Bau verschiedener Schuppen und Magazine auf dem mittleren Kuhberg Baubeginn: Umbau des Forts Unterer Kuhberg zur Unteren Kuhbergkaserne Bau der Kasernengebäude in der Wilhelmsfeste, somit Gründung der Wilhelmsburgkaserne |
| 1891 | Fertigstellung der Schillerkaserne |
| 1892 | Baubeginn Nebenartilleriedepot Neu-Ulm |
| 1893 | Fertigstellung Nebenartilleriedepot Neu-Ulm |
| 1894 | Aufstockung der Artilleriekaserne Neu-Ulm Beginn der Aufstockung des Reduits der Unteren Donaubastion |
| 1895 | Bau der Exizierhalle der Friedenskaserne Ulm |
| 1896 | Fertigstellung der Aufstockung der Unteren Donaubastion Aufstockung des Reduits der Unteren Gaisenbergbastion Durchbruch in der linken Front von Fort Albeck auf 60 Metern Länge Durchbruch eines Fußgängerdurchgangs an der Caponniere der Courtine 8 |
| 1897 | |
| 1898 | Bau des Neu-Ulmer Wasserturms auf dem ehemaligen Kriegspulvermagazin II |
| 1899 | Abbruch des Dachausstiegs auf dem Fort Söflinger Turm |
| 1900 | |
| 1901 | Baubeginn: Munitionsanstalt Kuhberg Baubeginn Infanteriestützpunkte Haslach, Jungingen-Ost, Jungingen-Mitte, Jungingen-West, Weinberge und Gleißelstetten |
| 1902 | Aufkauf der Hauptumwallung durch die Städte Ulm und Neu-Ulm Beginn des Abbruchs von Courtine XXII Fertigstellung der Infanteriestützpunkte Baubeginn katholische Garnisonkirche Ulm |
| 1903 | Fertigstellung der Wohnsiedling am Michelsberg Abbruch der Blauflèche, der Courtine VIII und der rechten Werksseite der Oberen Gaisenbergbastion Bau der Munitionsanstalt Eselsberg Baubeginn Infanteriestützpunkt Böfingen Verstärkungen des Forts Oberer Kuhberg und der Werke auf dem oberen Eselsberg |
| 1904 | Fertigstellung der katholischen Garnisonkirche Ulm Fertigstellung Infanteriestützpunkt Böfingen Abbruch der Courtinen II und VI, der Ravelins III und VII und Contregarde XXIII Bau der Pumpstation Lehrer Tal Umbau der Donaubastionen in Kasernen (Pionierkaserne und Artilleriekaserne) Umwidmung der Unteren Gaisenbergbastion zur Gaisenbergkaserne |
| 1905 | Abbruch der Mittelbastion Erweiterung der Schillerkaserne Baubeginn Infanteriestützpunkt Lehr Abbruch des Anschlusses der Courtine XVIII an die Wilhelmsburg |
| 1906 | Durchbruch der Bahnhofstraße an Courtine 2 |
| 1907 | Fertigstellung Infanteriestützpunkt Lehr Baubeginn Infanteriest&uiuml;tzpunkt Kapellenberg |
| 1908 | Baubeginn Infanteriestützpunkt Spitzäcker Baubeginn Evangelische Garnisonkirche Ulm |
| 1909 | Fertigstellung Infanteriestützpunkt Kapellenberg Abbruch rechte Werksseite Halbbastion 1, Courtine 2 und linke Werksseite Bastion 3 Baubeginn Ulanenkaserne |
| 1910 | Fertigstellung der Unteren Kuhbergkaserne, Aufstockung des Reduits Fertigstellung der Evangelischen Garnisonkirche Ulm Fertigstellung Infanteriestützpunkt Spitzäcker Durchbruch der Memminger Straße an der Bastion 5 Durchbruch der Schützenstraße an der Courtine 8 Auffüllung des Rondengangs und des Grabens der Courtine 8, Abbruch des rechten Blockhauses Sprengung der Caponniere 2 |
| 1911 | Beginn Erweiterung Infanteriestützpunkt Lehr |
| 1912 | |
| 1913 | Fertigstellung der Munitionsanstalt Kuhberg Fertigstellung der Erweiterung des Infanteriestützpunkts Lehr Baubeginn Doppelkompaniegebäude der Friedenskaserne Ulm |
| 1914 | Baubeginn der Armierungsstellung Verstärkung der Werke am oberen Eselsberg |
| 1915 | Fertigstellung des Doppelkompaniegebäudes der Friedenskaserne Ulm Bau der Pumpstationen Butzental und Buchbrunnen |
| 1916 | Verschüttung des Stützpunkts 8 Sprengung des Stützpunkts 18 Abbruch der Courtine XX Fertigstellung der Ulanenkaserne |
| 1917 | Beginn der Auffüung des Grabens von Courtine XVIII |
| 1918 | Abzug der Armeen aus Ulm und Neu-Ulm nach Abschaffung der Monarchien Schließung der Gaisenbergkaserne und der Chevauxlegers-Kaserne |
| 1919 | Abbruch der Escarpe von Courtine 4 |
| 1920 | Umwidmung der Katholischen Garnisonkirche Ulm zur Pfarrkirche St. Georg Umwidmung der Katholischen Garnisonkirche Neu-Ulm zur Pfarrkirche St. Johann Baptist Umwidmung der Evangelischen Garnisonkirche Ulm zur Pauluskirche Das Ehinger Tor, das Blaubeurer Tor und die Contregarde IX werden von der Landesregierung Württembergs unter Denkmalschutz gestellt |
| 1921 | Belegung nahezu aller Kasernen durch die Reichswehr der Weimarer Republik Abbruch des Blockhauses am Fort Oberer Kuhberg |
| 1922 | Umbaubeginn der Pfarrkirche St. Johann Baptist |
| 1923 | |
| 1924 | |
| 1925 | Ende des Abbruchs der Courtine XXII |
| 1926 | |
| 1927 | Fertigstellung des Umbaus der Kirche St. Johann Baptist |
| 1928 | Austausch der Erdbedeckung der Wilhelmsburg durch ein Ziegeldach |
| 1929 | |
| 1930 | |
| 1931 | Entdeckelung des Bahntors in Courtine XX Verschüttung des Wachtraums 1 von Stützpunkt 37 |
| 1932 | Einebnung Wall und Graben der Courtine 4 |
| 1933 | Einrichtung eines als „Schutzhaftlager“ getarnten Konzentrationslagers im Fort Oberer Kuhberg mit weiteren Räumen im Infanteriestützpunkt Gleißelstetten |
| 1934 | Bau der Boelckekaserne und der Bleidornkaserne |
| 1935 | Bau der Reinhardtkaserne, der Hindenburgkaserne, der Flandernkaserne und der Ludendorffkaserne Übernahme der älteren Kasernen durch die Wehrmacht Auflösung des „Schutzhaftlagers Oberer Kuhberg“, Verlegung der Gefangenen auf andere Konzentrationslager |
| 1936 | Abbruch des Kriegspulvermagazins I an der Bastion 3 |
| 1937 | Belegung der neuen Kasernen Übernahme des Flugplatzes Schwaighofen durch die Wehrmacht |
| 1938 | |
| 1939 | |
| 1940 | |
| 1941 | |
| 1942 | |
| 1943 | |
| 1944 | Detonation des als Blindgängerlager genutzten Forts Mittlerer Kuhberg Beschädigungen bei Luftangriffen an der Wilhelmsburg, den Forts Albeck, Unterer Eselsberg und Unterer Kuhberg, an der Redoute XVI, der Caponniere IV, der Courtine 6, der Bastion 5, der Unteren Gaisenbergbastion und des Nebenwerks Oberer Eselsberg Zerstörungen durch Bombentreffer: Magazin II des Proviantamts Neu-Ulm, Südhälfte des Proviantamts Ulm, Friedenskasernen Ulm und Neu-Ulm, Friedensspital Neu-Ulm, Chevauxlegers-Kaserne zum großen Teil, Schillerkaserne und Ulanenkaserne |
| 1945 | Abtrag des Daches der Wilhelmsburg Abtrag der beiden Obergeschosse des ehemaligen Kriegsspitals Sprengung der Stützpunkte Böfingen (Trümmer verschüttet), Haslach, Jungingen-Ost, Jungingen-Mitte (Trümmer verschüttet), Spitzäcker (Trümmer verschüttet), Lehr, 14 (nur Untertrete- und Verbandräume, Wachträme und Trümmer verschüttet), 21 (Trümmer verschüttet), Weinberge, 37 (Trümmer verschüttet), 45 und 54 (Trümmer verschüttet) Teilsprengung und Verschüttung des Infanteriestützpunkts Jungingen-West Sprengung der Artillerieräme 3, 13 (Trümmer beseitigt), 15, 19 und 20 (Trümmer beseitigt) Sprengung der aller Zwischenraumstreichen außer Nr. 6, Trümmer beseitigt außer von Nr. 5 Sprengung der Munitionsräume 4 (Trümmer verschüttet), 5, 9 (Trümmer verschüttet) und 10 (Trümmer verschüttet) Sprengung der Pumpstationen Butzental und Lehrer Tal |
| 1946 | Reparatur des Friedensspitals Neu-Ulm Einebnung des linken Flankenwalls und Teilabbruch der Kehlmauer des Forts Söflingen Durchtrennung des Walls der Ludwigsvorfeste auf Höhe der Schultercaponnieren Beginn der erneuten Überbauung der Caponniere und Abbruch der Flankenbatterien und der Blockhäuser der Courtine 4 |
| 1947 | Sprengung des Munitionsraums 6 |
| 1948 | Austausch der Erdbedeckung des Örlinger Turms durch einen Zementglattstrich |
| 1949 | |
| 1950 | Reparatur der Kriegsschäden am Reduit der Pionierkaserne (oberstes Stockwerk modern gestaltet) |
| 1951 | Umbenennung der Ludendorffkaserne in Wiley Barracks Umbenennung der Reinhardtkaserne in Nelson Barracks Umbenennung der Hindenburgkaserne in Ford Barracks |
| 1952 | |
| 1953 | |
| 1954 | Einebnung der restlichen Bastion 3 Beendigung der Abbrucharbeiten an der Courtine 4 |
| 1955 | Einebnung und Überbauung des linken Glacis vom Fort Oberer Kuhberg |
| 1956 | |
| 1957 | Abbruch des &šuml;stlichen Luftgangs von Kriegspulvermagazin Kienlesberg |
| 1958 | Abbruch des Augsburger Tors und dem Rest der Halbbastion 1 |
| 1959 | Beginn der Abbrucharbeiten am Fort Mittlerer Kuhberg |
| 1960 | Beendigung der Auffüllung des Grabens von Courtine XVIII Ende des Abbruchs vom Fort Mittlerer Kuhberg Beginn der Abbrucharbeiten an der Gaisenbergkaserne Die Werke IV, VI, X–XXI, XXVIII, XXXII und XXXVIII–XLI werden unter Denkmalschutz gestellt |
| 1961 | Abbruch der Caponniere der Mittelbastion |
| 1962 | |
| 1963 | Abbruch des rechten Flankenturms von Fort Friedrichsau Umwidmung der evangelischen Garnisonkirche Neu-Ulm zur Petruskirche |
| 1964 | |
| 1965 | |
| 1966 | Beendigung der Abbrucharbeiten an der Gaisenbergkaserne |
| 1967 | Vereinigung der Flandernkaserne mit der Wilhelmsburgkaserne teilweise Einebnung der Wallanlagen und Kasernengebäude in der Wilhelmsfeste Beginn der Aufräumarbeiten am Fort Oberer Kuhberg |
| 1968 | Abbruch der Contregarde IX Teilabbruch des Blaubeurer Tors |
| 1969 | |
| 1970 | Reparatur des Flankenturms der Redoute XVI |
| 1971 | Sprengung des Hauptwerks Oberer Eselsberg mit Ausnahme der Grabenanlage und des rechten Flankenwalls Der Untere Donauturm und das Reduit der Unteren Donaubastion werden unter Denkmalschutz gestellt |
| 1972 | |
| 1973 | Die Fronten 5–7 und 7–9 sowie die Vorwerke Neu-Ulms werden unter Denkmalschutz gestellt |
| 1974 | Gründung des Förderkreises Bundesfestung Ulm e.V. Der Denkmalschutz für die Werke auf dem oberen Eselsberg wird beantragt |
| 1975 | Umgestaltung der Kehlseite der Ludwigsvorfeste durch den Bau der Europastraße Abbruch des Friedensspitals Neu-Ulm und der Reste der Chevauxlegers-Kaserne Die Reste des äußeren Friedrichsau-Tors werden unter Denkmalschutz gestellt |
| 1976 | |
| 1977 | Sanierung des Reduits von Fort Albeck |
| 1978 | |
| 1979 | |
| 1980 | Umgestaltung und Einbindung der Courtine 6, der Bastionen 5 und 7 und des Forts Friedrichsau in die Parkanlagen Glacis und Friedrichsau – diese sind die Orte der Landesgartenschauen 1980 Beginn der Sanierung des Reduits vom Fort Unterer Kuhberg Die Werke XXIV (Escarpe), XXVI, XXVII, XXIX, XXX, XXXIV und XXXVII werden unter Denkmalschutz gestellt |
| 1981 | Sanierung der rechten Flanke der Unteren Gaisenbergbastion
Beginn der Sanierung des Forts Söflinger Turm |
| 1982 | Beendigung der Sanierungen an den Forts Söflinger Turm und Unterer Kuhberg |
| 1983 | |
| 1984 | |
| 1985 | Abdichtung der Kamine der Wilhelmsburg Reparatur des Reduits vom Fort Unterer Eselsberg Sanierung der Ludwigsvorfeste durch die U.S. Army |
| 1986 | Beginn der Sanierung der Wilhelmsburg Verkauf der Wilhelmsburg an die Stadt Ulm für 1 DM |
| 1987 | |
| 1988 | |
| 1989 | Beendigung der Sanierungsarbeiten an der Wilhelmsburg |
| 1990 | Verschüttung des Infanteriestützpunkts Kapellenberg |
| 1991 | |
| 1992 | Abbruch des Untertreteraums und der Wachträume 3 und 4 des Stützpunkts 3 |
| 1993 | Freilegung der Caponniere 4 durch den Abbruch der Möbelfabrik |
| 1994 | Beginn der Rodung des Grabens und des gedeckten Wegs der Courtine XI |
| 1995 | Abbruch des Stützpunkts 76 Beginn der Sanierung des Forts Safranberg |
| 1996 | Beginn der Sanierung der Oberen Donaubastion |
| 1997 | |
| 1998 | |
| 1999 | Ende der Rodungsarbeiten an Courtine XI Abbruch der Untertrete- und Verbandräume und der Wachträume 3 und 4 des Stützpunkts 63 |
| 2000 | Ende der Sanierungsarbeiten an der Oberen Donaubastion |
| 2001 | Austausch der Erdbedeckung der Caponniere 8 durch ein Blechdach Verschüttung der Trümmer der Zwischenraumstreiche 5 Der gesamte Rest der Festungsanlagen wird unter Denkmalschutz gestellt |
| 2002 | Beseitigung der Überreste des Blockhauses und des Pulvermagazins von Ravelin VII nach dem Abbruch des alten Praktiker-Baumarkts Sanierung der Oberen Gaisenbergbastion |
| 2003 | Abbruch der Exerzierhalle der Bastion 3 Abbruch der Militärbäckerei 2 des Proviantamts Neu-Ulm |
| 2004 | |
| 2005 | Beginn der Restauration der Caponniere 4 |
| 2006 | Abbruch der Nachkriegsbauten im Hornwerk Teilabbruch des Infanterieraums des Infanteriestützpunkts Jungingen-West nach dessen Freilegung |
| 2007 | Ende der Restauration der Caponniere 4 Rodung der Ludwigsvorfeste |
| 2008 | Die Caponniere 4 und die Ludwigsvorfeste sind zentrale Bestandteile der Landesgartenschau 2008 |
| 2009 | Abbruch des Infanteriestützpunkts Jungingen-West Rodung der Caponniere 6 |
| 2010 | Abbruch der Nachkriegsbauten am Örlinger Turm Rodung der Bastion 5 Freilegung der Grundmauern der Bastion 3 |
| 2011 | Abbruch der Grundmauern der linken Werksseite der Courtine 4 |