


Die ATW enthält eigentlich zwei Computer in einem Gehäuse. Zum einen einen Atari Mega ST als I/O Rechner und dazu den eigentlichen Transputer-Rechner. Der ST stellt die Benutzerschnittstelle dar und die ATW macht die Hauptarbeit. Zusätzlich hat jede ATW ein Board mit einem INMOS T-800 Prozessor, was den eigentlichen Transputer darstellt. Dieser arbeitet mit dem Betriebssystem HeliOS, welches von Perihelion geschrieben wurde (von der Firma stammt auch das Amiga OS). INMOS hat eine eigene Programmiersprache namens OCCAM entwickelt, die speziell auf die Parallelisierung von Prozessen und Computerprogrammen ausgelegt war. Richtig Spaß macht die ATW aber erst mit den Zusatzkarten, den sogenannten „Farm-Cards“, auf denen weitere T-800 sitzen konnten. Jede Karte verträgt vier Chips und ins Gehäuse passen vier Karten. Damit kommt man auf maximal 17 mögliche CPUs. Die ganze Maschine kam im Mai 1988 auf den Markt, blieb aber die gesamte Zeit relativ unbekannt. Es wird geschätzt, dass bis zum Ende 1991 weltweit nur 250 Exemplare hergestellt wurden. Ursprünglich hieß der Transputer ABAQ, jedoch wurde der Name gewechselt, da Atari einem Rechtsstreit aus dem Weg gehen wollte.





Technische Daten
| Haupt-Prozessor | Inmos T-800 |
| Taktfrequenz | 16 - 25 MHz |
| Prozessor I/O-Gerät | Motorola MC68000 |
| Taktfrequenz | 8 MHz |
| Arbeitsspeicher | 1 - 4 MB |
| Festspeicher | 256 KB |
| Betriebssystem | HeliOS (Perihelion) |
| Grafikchips | Dylan Blossom |
| Auflösungen (Farben) | 1280 × 960 (16) 1024 × 768 (256) 640 × 480 (256) 512 × 480 (True Color) |
| Farbpalette | 16,7 Millionen |
| Soundchip | Yamaha YM-2149 |
| Soundkanäle | 3 PSG + 1 Rauschgenerator |
| Diskettenlaufwerk | 3½" DD, doppelseitig, 709 KB |
| Festplatte | 3½" SCSI 20 MB (ab Werk) |
| Tastatur | Schreibmaschine, 85 Tasten + 10 Funktionstasten |
| Start | Mai 1988 |
| Stopp | 1991 |