Lage und heutige Nutzung
Die Halbbastion 9 liegt am Jahnufer der Donau entlang der Dammstraße. Das Memminger Tor dient nach wie vor seinem Zweck, Leute an dieser Stelle durch den Festungswall zu lassen, jedoch steht
natürlich heute kein Wachsoldat mehr dort.
Verkehrsanbindung
• Linie 7 Jungingen – Ulm Willy-Brandt-Platz, Haltestelle Amtsgericht
• Linie 70 Ulm – Dietenheim, Haltestelle Amtsgericht
Festungsteile in der Umgebung
Werke der Bundesfestung
• Courtine 8 (direkt südlich anschließend)
• Werk XXVII Obere Stadtkehle (100 m nördlich am anderen Donauufer)
• Werk XXVIII Oberer Donauturm (100 m nördlich am anderen Donauufer)
• Werk XXIX Fort Unterer Kuhberg (1,6 km westlich)
Sonstige Festungsteile
• Chevauxlegers-Kaserne (direkt östlich anschließend)
• Friedensspital Neu-Ulm (150 m nordöstlich)
• Proviantamt Neu-Ulm, Magazin 2 (270 m östlich)
Aufbau und Baugeschichte des Werks
Das Werk wurde zwischen 1844 und 1850 unter Oberleutnant Graf von Ysenburg errichtet und bot bis zu 82 Soldaten Platz. Es besteht aus Wall mit eingebauter, einspuriger Toranlage, dem Graben mit der
Künette und dem Donauanschluss zur Flutung dieser Künette, einem vorgelagerten Glacis und zwei Blockhäusern beiderseits des Donauanschlusses. Das Tor wurde 1881 minimal umgebaut, es
erhielt einen rechteckigen Ausschnitt an der Außenseite, um die neue Metall-Klappbrücke aufnehmen zu können. 1906 kaufte die Stadt Neu-Ulm das Werk. Abgesehen vom Mauerstück zwischen
Wallende und Donauufer ist das Werk vollständig erhalten, die Blockhäuser wurden dabei zu Wohngebäuden umgebaut.
Denkmalschutz und Eigentümer
Das Werk steht seit dem 25. Juni 1973 unter Denkmalschutz und gehört bis auf die sich in privater Hand befindenden Blockhäuser der Stadt Neu-Ulm.
